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Gladbach: Derby-Pleite zur Unzeit

Die Gladbacher waren in diesem Jahr so überragend in Form und mussten nun die erste Niederlage des Kalenderjahres gerade im Derby gegen die Kölner hinnehmen. Kein Wunder, dass vor allem Kapitän Lars Stindl danach entsprechend bedient war. Trainer Marco Rose wollte derweil nach der Partie keinen Fehler bei der Kaderplanung eingestehen.

Stindl selbst hatte in der Schlussphase noch die Chance auf den Ausgleich, platzierte den Ball aber neben dem Kasten. Der FC überzeugte vor allem in der Defensive und ließ den Gladbachern kaum Raum für Chancen. Das 1:2 aus Sicht der Fohlen war am Ende also nicht einmal unverdient für die Geißböcke, für die Gladbacher war es die erste Pleite im Jahre 2021.

Stindl haderte in erster Linie mit den beiden Gegentreffern, die man kurz nach Anpfiff der jeweiligen Halbzeiten hinnehmen musste. „Wenn man zweimal die Anfangsphase verpennt … so machen wir uns selbst das Leben schwer. So laufen wir immer nur hinterher. Nun sind wir natürlich zutiefst enttäuscht, weil wir das Derby, was immer wichtig ist, verloren haben“, so der Kapitän. Letztendlich haben die Fohlen aber auch insgesamt sieben Wechsel vorgenommen, nachdem man unter der Woche im DFB-Pokal gegen Stuttgart aktiv war. Als Grund wollte Stindl dieses Argument aber nicht durchgehen lassen: „Nein, absolut nicht. Wir haben immer gesagt, dass wir einen guten Kader haben und rotieren können. Wir sind von unserem Kader überzeugt, nicht nur von einzelnen Spieler. Heute hat es einfach nicht funktioniert, das lag aber an einzelnen Dinge, die wir als Verbund nicht gut gemacht haben.“

Ähnlich sah es auch Trainer Marco Rose nach der Partie am Mikrofon von Sky. „Nach wie vor gilt: Ich kenne die Jungs, das ist der Kader, mit dem wir arbeiten. Die Jungs haben im Training einen guten Eindruck gemacht. Ich glaube nicht, dass wir deswegen das Spiel verloren haben. Es geht lediglich um das Thema Haltung, da war uns Köln einfach einen Schritt voraus. Dazu kommen dann eben die Tore, die wir hergeschenkt haben“, so der Übungsleiter, der dem Gegner aus Köln fair gratulierte: „Die Kölner haben das Spiel dagegen so gespielt und gekämpft, wie man ein Derby spielen muss. Sie waren in den Zweikämpfen galliger und griffiger. In den entscheidenden Aktionen haben wir dagegen oft das Nachsehen gehabt. Außerdem haben wir zwei Gegentore bekommen, die wir so nie bekommen dürfen. Wir schenken den Kölnern den Ball, bekommen ihn auch noch durch die Beine (Torwart Yann Sommer wurde von Elvis Rexhbecaj aus spitzem Winkel überwunden; Anm.d.Red.). So laufen wir dann hinterher.“

Nach der Aufholjagd in den letzten Wochen war die Pleite ein herber Rückschlag im Kampf um die Champions League. „Wir waren vor dem Spiel absolut im Soll, da waren wir gut dabei. Ein Sieg wäre heute schon wichtig gewesen, das ist klar. Nun müssen wir wieder Boden gutmachen“, so Rose weiter. Das nächste richtungsweisende Spiel gibt es dann am kommenden Sonntag, wenn man gegen den VfL Wolfsburg und damit gegen einen direkten Konkurrenten um die vorderen Plätze antreten muss.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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