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Frankfurt: Zubers Talfahrt

Steven Zuber spielt bei den Frankfurtern schon seit dem vergangenen November keine große Rolle mehr. Eigentlich wollte der Schweizer voll durchstarten, doch der Tausch mit Mijat Gacinovic, der für ihn von den Hessen zur TSG 1899 Hoffenheim gegangen ist, hat sich bisher noch nicht als die richtige Entscheidung entpuppt.

Der eine oder andere Kicker konnte nach einem Wechsel schon wieder zu alter Stärke finden. Dabei hatte dieser Tausch für viele zunächst keinen großen Sinn, denn Gacinovic kam 2015 zu den Frankfurtern, allerdings hatten diese nicht die kompletten Transferrechte in den eigenen Händen. Als es zum Tausch mit Zuber kam, kamen unter anderem auch ganz seltsame Abmachungen mit Apollon Limassol aus Zypern auf, für die Gacinovic allerdings nie gespielt hat. Gut möglich, dass diese Unstimmigkeiten nun durch die Vertragsverlängerung des Serben im Jahre 2018 bis 2022 aus dem Weg geräumt werden sollten.

Letztendlich scheint der Neu-Hoffenheimer von dem Transfer mehr zu profitieren, als Zuber. Der Schweizer absolvierte lediglich fünf Spiele in der Liga von Beginn an. Seit dem 7. November brachte ihn Trainer Adi Hütter nicht mehr als Starter. Seine letzte Einwechslung verzeichnete Zuber am 9. Januar beim 2:0 gegen die Mainzer. Im Pokal durfte er nach einer halbe Stunde für Younes ran, allerdings zeigte er im Spiel gegen die Kölner eine miserable Leistung und bekam folgerichtig die Note 5. Fakt ist, dass der Schweizer seinen eigenen Ansprüchen derzeit weit hinterher rennt.

Dabei spielt ihm nicht gerade in die Karten, dass er flexibel einsetzbar ist. In erster Linie liegt es aber daran, dass Filip Kostic derzeit nicht aus der Startelf wegzudenken ist. Mit dessen Genesung begann gleichzeitig auch die Zeit für Zuber auf der Bank. „Ich kann nicht nur links spielen, auch rechts oder vorne“, so der Schweizer, der von Hütter in der Folge nur noch als Allround-Joker eingesetzt wurde. So hat der Trainer immer einen potenziellen Linksverteidiger, Achter, beidseitig einsetzbaren offensiven Flügelmann, in der Hinterhand. An Kostic dürfte nach den letzten Leistungen definitiv kein Vorbeikommen sein. Allgemein läuft es für die Hessen derzeit so gut, dass Hütter keine Gründe für umfangreiche Wechselspielchen hat. Bleibt abzuwarten, ob sich Zubers Situation bei der Eintracht noch einmal drastisch verbessern wird.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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