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Freiburg auf Europa-Kurs

Die Freiburger gingen am Wochenende mit einem 2:1 als Sieger vom Platz, hatten dabei teilweise aber mehr Glück als Verstand, denn nach den Chancen hätten eigentlich die Stuttgarter das Spiel gewinnen müssen. Die Breisgauer nehmen die drei Punkte aber sehr gerne und sind damit weiterhin in Lauerstellung was die internationalen Startplätze angeht. Natürlich will man davon aber wie immer in Freiburg nichts hören.

„Der VfB Stuttgart hätte natürlich nach diesen 90 Minuten ein Unentschieden verdient gehabt“, so Trainer Christian Streich. Die Gäste haben vor allem in der zweiten Halbzeit das Spiel dominiert und deutlich mehr Chancen kreiert. „So viel Glück wie in der zweiten Halbzeit hatten wir in dieser Saison noch in keinem Spiel“, so Streich über das Spielm nachdem die Schwaben unter anderem zweimal den Pfosten getroffen hatten. Aufbauen können die Freiburger aber auf der Leistung der ersten 45 Minuten, in denen man durchaus auch drei Tore hätte markieren können. Jannik Haberer hatte kurz vor der Pause die große Chance zur Vorentscheidung auf dem Fuß.

„Und in der zweiten Halbzeit ging nicht mehr“, so Streich, „deshalb mussten wir halt verteidigen.“ Am Ende könnten sich die Freiburger auch bei ihrem Keeper Florian Müller bedanken, der mit seinen tollen Paraden den siebten Saisonsieg festhalten konnte. Mit insgesamt 27 Punkten liegt der SC damit auf Rang 9 und hat nur schlappe drei Punkte Rückstand auf den 6. Platz, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigen würde. Die gleiche Ausbeute hatte Freiburg schon in der Saison 2012/13 zu diesem Zeitpunkt und damals konnte man die Europa League erreichen. Bei der Teilnahme in der Saison 2016/17 hatte man nach den ersten 18 Spielen sogar einen Punkt weniger auf dem Konto.

Naturgemäß bleiben die Freiburger und vor allem Trainer Christian Streich aber bodenständig und wollen von Europa nicht viel wissen. „Der Blick ist frei, nicht nur die Gedanken“, so der Coach, der bei dieser Ausbeute zumindest nicht mehr wirklich von Abstiegskampf sprechen möchte, wie es in den letzten Jahren öfter mal der Fall war: „Die Entwicklung der Spieler und wie der SC Freiburg weiter die Saison gestaltet. Wir stehen sehr gut da, die Mannschaft ist intakt, es herrscht ein guter Spirit und was wir hoffen, beeinflussen zu können, ist, dass die Jungs diesen Spirit beibehalten. Gegen den VfB hätten wir in der zweiten Halbzeit auch zwei oder drei Tore kriegen können, wenn wir ehrlich sind zu uns. Dann steht es nicht 2:1, sondern 3:2 oder 4:2 für Stuttgart. Dann würde wir da hocken, tief betrübt, und über die Fehler reden.“

Ähnlich sah es auch beim Spiel gegen Frankfurt aus, das man mit 2:1 etwas unverdient gewonnen hat. „Das ist Bundesliga. Was mich interessiert ist, dass wir von 18 Spielen neun in Folge nicht gewonnen hatten und trotzdem 27 Punkte haben – das ist für uns der Hammer“, so Streich abschließend.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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