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Hertha: Kommt Dardai zurück?

Am Montag wird nicht trainiert, doch schon am Dienstag soll es dann bei der Hertha unter der Leitung eines neuen Trainers zur Sache gehen. Es wurde noch keine Meldung bestätigt, doch schon jetzt sieht es wohl klar danach aus, als würde Pal Dardai erneut das Ruder in die Hand nehmen. Sein potenzieller Co-Trainer könnte derweil Publikumsliebling Andreas „Zecke“ Neuendorf werden. Gemeinsam soll die Mission Klassenerhalt gelingen.

Carsten Schmidt, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Hertha BSC, fand am Sonntag klare Worte für die aktuelle Saison der Berliner. „Wir sind uns klar, was wir wollen, und werden das zeitnah umsetzen„, so Schmidt in einer Medienrunde im Hinblick auf die Suche nach einem neuen Trainer, der den Platz von Bruno Labbadia einnehmen wird: „Ich denke, dass wir bei dem sportlich Verantwortlichen auf dem Trainingsplatz jemanden suchen, der Mannschaften zusammenschweißen kann und das in einer Abstiegskampf-Situation, in der wir uns befinden, Woche für Woche leisten kann: im Trainingsbetrieb wie auch in den Spielen.“

Pal Dardai wäre hier sicherlich nicht die schlechteste Wahl, denn immerhin ist er mit 286 Spielen auch der Rekordspieler der Berliner und schon als U16-Trainer aktiv. Mit „Zecke“ Neuendorf könnte man dann noch einen Co-Trainer installieren, der die Gunst der Fans zurückerobern kann. Seit Juli 2019 trainiert dieser die U23 der Hertha. Während seiner Zeit in der Fußballlehrer-Ausbildung war er aber auch immer wieder bei den Profis zu Gange und kennt daher das Umfeld genau.

Dardai hat bei seiner ersten Amtszeit die Berliner im Februar 2015 auf Platz 17 als Nachfolger von Jos Luhukay übernommen und anschließend den Klassenerhalt geschafft. Bis Sommer 2019 war er Trainer und konnte mit den Plätzen 7, 6, 10 und 11 durchaus überzeugen. Die Ambitionen in der Hauptstadt wurden allerdings größer und so war am Ende auch die Beziehung zu Manager Michael Preetz, seinem langjährigen Mitspieler, nach mehr die beste. Im April 2019 wurde der Vertrag aufgelöst und Preetz vertraute auf Ante Covic, doch das Experiment ging schon im November 2019 mit gerade einmal 11 Punkten aus 12 Spielen zu Ende.

Doch erst danach kam mit Jürgen Klinsmann der größte Fehler von Preetz, der schon im Februar 2020 sein Ende fand. Auf Interimslösung Alexander Nouri folgte Bruno Labbadia, der nun auch schon wieder Geschichte ist. Von den Ambitionen, die durch die immensen finanziellen Mittel in die Höhe geschossen sind, ist derzeit nichts mehr zu sehen. Die Hertha will in die Champions League, spielt aber gegen den Abstieg. Nach dem 1:4 am Wochenende gegen Bremen muss Labbadia seine Sachen packen und auch Manager Preetz wird ihm folgen. Am Montag wird dann von der Vereinsführung die neue Leitung vorgestellt. Bleibt abzuwarten, ob die Hertha dann unter dem neuen Trainer die Wende herbeiführen kann.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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