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Leipzig: Sieg gegen Union als Pflicht

Die Leipziger müssen aus ihrem Mini-Tief von zwei Spielen ohne Sieg herauskommen. Schon am Mittwoch gibt es dafür die Chance, allerdings ist Union Berlin in dieser Saison alles andere als ein Selbstläufer. Das weiß natürlich auch Trainer Julian Nagelsmann, der für die Berliner Konkurrenz nur positive Worte übrig hatte.

In der heimischen Arena wird Leipzig das Spiel gegen Union angehen. Dabei geht es nicht gegen einen vermeintlichen Abstiegskandidat, sondern gegen den Tabellenfünften. Derzeit haben die Leipziger 4 Punkte Vorsprung auf Union, sodass ein Sieg eigentlich Pflicht ist. Leipzig hat als Minimalziel die direkte Qualifikation für die Champions League ausgerufen. Union hingegen hat das Ziel Klassenerhalt immer noch nicht nach oben korrigiert, was wohl auch erst passieren wird, wenn man auch rechnerisch nicht mehr absteigen kann.

„Union ist außergewöhnlich gut, schon der souveräne Klassenerhalt in der letzten Saison war eine Überraschung. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass Urs Fischer offenbar einen herausragenden Job macht“, so Nagelsmann über den bevorstehenden Gegner: „Man merkt, dass die Stimmung bei Union sehr gut und die Mannschaft von einem bemerkenswerten Spirit beseelt ist. Auf dem Platz sind sie sehr diszipliniert, sie laufen am meisten in der Liga, sind unglaublich kompakt, verteidigen mit viel Fleiß, spielen bei Ballgewinn einen brutalen Speed nach vorne und haben eine sehr gute Verwertung von Großchancen.“

Verwunderlich ist dabei, dass Union gerade gegen die Topteams aus der Liga immer einen guten Job gemacht hat. Die Leipziger müssen nach dem 1:3 gegen Dortmund und dem 2:2 gegen Wolfsburg aber dringend wieder einen Dreier einfahren, wenn man den Anschluss an die Bayern nicht komplett verlieren möchte. „Wir müssen es einfach tun“, so Nagelsmann, „und die Dinge umsetzen. Dass wir es können, haben wir oft bewiesen. Die Spielaktivität brauchen wir über die ganze Dauer des Spiels.“ Die Leipziger ziehen in diesen Tagen aber trotz der letzten Schwächen ein positives Fazit der bisherigen Hinrunde: „Grundsätzlich bin ich total zufrieden mit der Entwicklung“, so Nagelsmann weiter, nachdem man in diesen Zeiten immerhin nicht von einer geregelten Vorbereitung im Sommer sprechen konnte: „Dafür haben sich die Jungs deutlich weiterentwickelt.“

Immerhin sind die Leipziger noch in allen drei Wettbewerben im Rennen und mit einem Sieg über Union könnet man die Hinrunde mit 35 Punkten abschließen. Das wären dann nur zwei Punkte weniger als in der letzten Saison, in der Leipzig sich selbst zum Herbstmeister machen konnte. Der Sieg gegen Union muss aber erst einmal eingefahren werden. Gut zu wissen, dass Nagelsmann dabei wieder auf Christopher Nkunku zurückgreifen kann, nachdem dieser seine Sprunggelenkverletzung überwinden konnte. Schon nach seiner Einwechslung gegen Wolfsburg konnte der Offensiv-Allrounder gute Akzente setzen: „Ich war auch beeindruckt“, so Nagelsmann zum Spiel des 23-Jährigen. Wenn der Franzose fit bleibt, dürfte er wohl gegen Union von Beginn an auf dem Feld stehen. Nach mit von der Partie sein werden derweil Benjamin Henrichs (Aufbautraining nach Patellasehnen-Entzündung), Ibrahima Konaté (Bänderverletzung), Konrad Laimer (Aufbautraining nach Knie-OP) und Winter-Zugang Dominik Szoboszlai (Adduktorenbeschwerden).

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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