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Bayern: Pavard im Tief

Bei den Bayern fehlt es gerade an einem formstarken Rechtsverteidiger. Neuzugang Bouna Sarr ist noch lange nicht angekommen und Weltmeister Benjamin Pavard kann an seine Vorjahresleistungen nicht bestätigen. Trainer Hansi Flick ist damit natürlich nicht zufrieden, will seine Jungs aber gleichzeitig auch nicht hängen lassen.

In der Halbzeitpause des Spiels gegen die Mainzer hat es beim Stand von 0:2 in der Kabine der Bayern wohl ordentlich geholpert. Kein Wunder, denn die Leistung in den ersten 45 Minuten war eines Rekordmeisters sicherlich nicht würdig. Schon vor der Pause wurden Niklas Süle und Leon Goretzka zum Aufwärmen geschickt, die Wechsel erfolgten sogleich. Jerome Boateng war nicht nur schlecht sondern zudem auch noch Gelb-Rot-gefährdet. Benjamin Pavard, der seine Rolle als Rechtsverteidiger wohl komplett anders interpretierte, musste ebenfalls weichen. Für den Franzosen ist es der nächste Rückschlag, nachdem er in den Spielen vor Weihnachten ohnehin nur noch die zweite Wahl war, obwohl er bei bester Gesundheit war.

„Er hat wie viele andere Spieler auch ein gutes erstes Halbjahr 2020 hinter sich und sich dann verletzt; doch seither kommt er nicht mehr recht in Form. Ihm unterlaufen viele einfache Fehler, er bringt die Bälle im Aufbau häufig nicht an den Mann, vernachlässigt das Verteidigen, wird oft überlaufen, und er macht zu wenig Druck nach vorne. Ihm fehlt aktuell so ein bisschen das, was man als Rechtsverteidiger braucht“, so Bayerns Chefcoach. Von einem Rechtsverteidiger will man eigentlich sehen, dass er über 90 Minuten lang die komplette Seitenlinie beackert – sowohl hinten als auch vorne.

Statistisch gesehen kann man festhalten, dass Pavard in der kompletten Saison noch nicht ein einziges Mal zu einem Dribbling angesetzt hat. Von seinen 24 Flanken kamen nur zwei an den Mann und eine Torbeteiligung steht noch nicht auf seiner Haben-Seite. Wie man hier agieren muss, hat Joshua Kimmich bei der Aufholjagd gegen die Mainzer gezeigt. Der Allrounder konnte sowohl als Torschütze als auch als Vorlagengeber in Erscheinung treten und war damit maßgeblich am letztendlichen 5:2 der Münchner beteiligt. Der Nationalspieler ist dauerhaft aber im zentralen Mittelfeld eingeplant und kann so die Probleme auf der rechten Seite nicht lösen. „Kimmich wird auf der Sechs spielen“, so Flick mit Blick auf die kommende Partie heute gegen die Gladbacher.

Als potenzielle Alternativen bleiben also noch Niklas Süle, der aber eher als Innenverteidiger gebraucht wird und Neuzugang Bouna Sarr, insofern er schon wieder bei 100% ist. Die letzte Option wäre der junge Chris Richards. Pavard scheint in dieser Situation jedenfalls keine Option zu sein, allerdings machte sein Trainer Hansi Flick dem Franzosen dennoch etwas Mut: „Er wird aus diesem Tal wieder rauskommen.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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