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Hoffenheim: Hoeneß genießt Vertrauen

Für die Hoffenheimer, besonders aber für den neuen Trainer Sebastian Hoeneß war es ein ganz besonderes halbes Jahr. Der Coach sprach nun in einem ausführlichen Interview über alles, was ihn in dieser Zeit bewegt hat aber auch, wie es um ihn bestellt ist.


„Ich lasse mir bei all dem den Optimismus nicht nehmen“, so Sebastian Hoeneß, nachdem die TSG sowohl sportlich als auch personell in den letzten Wochen einige Rückschläge hinnehmen musste. Es ist durchaus etwas unruhig im Kraichgau. In der Europa League konnte man souverän marschieren, in der Liga ist man allerdings mittlerweile auf den 13. Platz abgerutscht und droht damit in den Abstiegskampf zu verfallen.

Hoeneß selbst gestand, dass ihm hier und da der Kragen geplatzt sei, insgesamt gibt er sich selbst aber gern ruhig und kontrolliert. Dennoch bekommt die Mannschaft in internen Kreisen auch seine Emotionalität zu spüren. So soll er vom Charakter her so ziemlich das Gegenstück seines Vorgängers Alfred Schreuder sein, der eher als harter Hund galt. „Es ist eher eine Mischung. Am Anfang war ich mehr in der beobachtenden Rolle, um die Jungs kennenzulernen. Aber jetzt braucht es eine klare Führung. Ich muss Dinge in aller Klarheit einfordern“, so Hoeneß.

Bei den Hoffenheimern gibt es schon seit Jahren einen gewissen Erfolgsdruck. Durchaus gefährlich, dass es nun am Wochenende gegen die Schalker geht, wo alles andere als ein Sieg natürlich eine herbe Enttäuschung wäre. „Die Situation auf Schalke ist für die TSG irrelevant. Wir sind gut beraten, auf uns zu schauen“, so Hoeneß weiter. Die letzte Druckphase gab es im Dezember, als man nach 7 Spielen ohne Erfolg gegen den FC Augsburg antrat. Damals war Hoeneß überzeugt, dass man das Spiel gewinnen werde und mit einem 3:1 ließ die Mannschaft Taten folgen. Gibt es nun eine ähnliche Ansage vor dem Schalke-Spiel? „Ich fokussiere mich voll auf uns, um uns bis Samstag so zu festigen, damit wir dieses Spiel gewinnen. Mit Qualität und Stabilität, nicht mit Ankündigungen“, so der Coach.

Er hofft, dass er trotz des steigenden Drucks von außen weiterhin den Rückhalt der Verantwortlichen bei der TSG genießen kann. „Ich spüre unverändert das Vertrauen. Mit den Nebengeräuschen muss ich leben, diese Erfahrungen mache ich zum ersten Mal. Aber es bewegt mich gar nicht, denn diese Reflexe gehören zum Fußball, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Egal, wie sie zustande kommen“, so Hoeneß, der in den kommenden Spielen gegen Schalke, Bielefeld, Hertha und Köln aber dingend den einen oder anderen Sieg einfahren sollte, wenn sein Stuhl nicht zu wackeln beginnen soll.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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