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Köln: Ist Modeste zurück?

Die Kölner konnten das Jahr mit dem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals doch noch positiv beenden. Anthony Modeste sorgte mit seinem Treffer für das Weiterkommen des FC und kassierte dafür prompt ein Sonderlob von seinem Trainer Markus Gisdol. Der Coach hat noch Hoffnung, dass der Angreifer seine alte Form zurückfindet, denn immerhin muss er noch länger auf Sebastian Andersson verzichten.


Nach einem letzten Corona-Test dürfen die Kölner nun zumindest bis zum 28. Dezember etwas durchschnaufen und abschalten. Trotzdem muss der vom DFB vorgeschriebene Fünf-Tage-Rhythmus bei den Testungen eingehalten werden. Einige Stunden zuvor konnte der FC den Zweiligisten aus Osnabrück unspektakulär mit 1:0 aus dem Pokal werfen. „Wir haben einen unangenehmen Gegner angetroffen, der uns Schwierigkeiten bereitet hat. Wir haben in der ersten Halbzeit ein topseriöses Spiel gemacht, hätten aber mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine gehen müssen“, so Trainer Gisdol.

Insgesamt lässt sich die Defensive nach der Partie loben, denn vorne konnten nur wenige Chancen kreiert werden. „Wir hätten das Spiel früher entscheiden können. Das hätte den Nerven gut getan. Das haben wir leider versäumt, weil wir im letzten Drittel oft zu ungenau waren. Der letzte Pass hat nicht funktioniert. So war es bis zum Ende ein offenes Spiel. Trotzdem war der Sieg relativ ungefährdet, weil wir hinten sehr gut gestanden und konsequent verteidigt haben“, so Keeper Timo Horn, der wohl am meisten erfreut darüber war, dass der Gegner über 90 Minuten keine wirkliche Torchance hatte. Gleichzeitig war aber auch die Leistung des Bundesligisten in der Offensive nur sehr unauffällig. Immerhin konnte Modeste mit seinem ersten Treffer seit über einem halben Jahr dafür sorgen, dass der FC die nächste Runde erreicht. Der Franzose hatte immer wieder mit Knie- und Rückenproblemen zu kämpfen und stand erstmals in dieser Spielzeit in der Startformation. Ein letzter positiver Punkt für den Stürmer in einem für ihn eher schlechtem Jahr.

Er will den Treffer nun als Sprungbrett für die kommenden Wochen nehmen. Ondrej Duda konnte als falsche Neun nur bedingt überzeugen und so sollte Gisdol froh darüber sein, dass er in Abwesenheit von Andersson mit Modeste noch einen echten Stoßstürmer in den eigenen Reihen hat. Bis auf den Treffer zeigte Modeste gegen Osnabrück aber keine gute Leistung. Das Spiel lief mehr oder weniger komplett am Franzosen vorbei, was sich an den wenigen Ballkontakten zeigte. „Ich hätte mir noch mehr Bälle in die Spitze auf Tony gewünscht. Er hat sich das Tor erarbeitet und sich belohnt“, so Gisdol: „Ich habe Tony gesagt, er soll arbeiten und sich nicht den Druck machen, unbedingt ein Tor erzielen zu müssen.“ Immerhin hoffen alle beim FC, dass Modeste noch einmal an die Form anknüpfen kann, die er vor einigen Jahren beim FC hatte. „Wenn wir ihn jetzt stabileren und fit bekommen, werden wir noch viel Spaß an ihm haben. Es freut mich besonders für ihn, dass er mit so einem Gefühl in die Weihnachtspause gehen kann“, so sein Trainer.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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