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Dortmund: Was wird aus Sancho?

Die Bundesliga geht in eine sehr kurze Winterpause. Dortmunds Jadon Sancho wäre gerne für ein paar besinnliche Weihnachtstage nach England zu seiner Familie gereist, auch um seine derzeit schwache Form ggf. noch einmal zu pushen, doch daraus wird nichts. Die Dortmunder wollen ihrem jungen Schützling nun anders unter die Arme greifen.

Jadon Sancho ist aktuell nicht wieder zu erkennen, nachdem er in den letzten Jahren auf sich aufmerksam gemacht hat, glänzt er nun vermehrt nur noch mit durchschnittlichen Leistungen. Es scheint nicht mehr viel übrig geblieben zu sein von seiner Dynamik, der Fantasie und der Effizienz seines Spiels, die man in den letzten zwei Jahren bewundern konnte. Sein neuer Trainer Edin Terzic bestätigte, dass der junge Engländer sich nicht hängen lässt, sondern vermutet eine ganz andere Ursache für die schlechten Leistungen. „Er möchte unbedingt gewinnen, er möchte unbedingt etwas zeigen“, so Terzic: „Aber was Jadon fehlt, ist die Leichtigkeit und Magie, die wir von ihm gewohnt sind.“

In der letzten Saison konnte Sancho in 32 Spielen 17 Tore und 17 Treffer beisteuern. In der aktuellen Saison brachte er es in 11 Spielen noch zu keinem Tor. Immerhin 5 Vorlagen hat er auf dem Konto, allerdings ist auch das weit weg von seiner Topform. Im DFB-Pokal (ein Tor und eine Vorlage beim 5:0 in Duisburg) und in der Champions League (zwei Tore und zwei Vorlagen in fünf Einsätzen) läuft es etwas besser, doch die Dortmund bräuchten einen Leistungsträger, der einen weitaus größeren Einfluss hat. Gut möglich, dass ihm ein paar Tage in der Heimat gut getan hätten, doch der Trip fällt nun aufgrund des Einreiseverbots aus. Gleiches gilt natürlich auch für Sanchos Kollegen Jude Bellingham. „Demzufolge können wir ihnen nicht erlauben, über die Weihnachtstage nach England zu reisen“, so Sportdirektor Michael Zorc am Montag im Hinblick auf den Beginn des Mannschaftstraining am 29. Dezember.

Terzic ist nun mit seinem Team auf der Suche nach seiner Alternative, wie man den Youngster aus seinem Formtief herausbekommt. „Wir versuchen jeden – nicht nur Jadon – bestmöglich zu unterstützen“, so der 38-jährige Coach. Allgemein fehlt es den Dortmundern in der Offensive an Tiefgang und Durchsetzungsvermögen. Sancho selbst kommt nur noch selten ins Tempodribbling sondern verliert immer mehr Bälle im Aufbau. Heute steht nun das letzte Spiel des Jahres an, denn im Pokal geht es gegen Eintracht Braunschweig. „Wir haben die Favoritenrolle“, so Zorc, „der wollen wir gerecht werden. Und das ist auch eminent wichtig, denn im Pokal kannst du nichts wiedergutmachen.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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