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Mainz: Der große TV-Gelder Streit

Gleich 14 Vereine haben sich im Oktober an die DFL gewandt und sich dabei für eine bessere, vor allem aber gleichmäßigere Verteilung der TV Gelder engagiert. Unter anderem ist der Mainzer Vorstand Dr. Jan Lehmann ein Wortführer dieser Bewegung, doch mit den neusten Lösungen ist dieser nur bedingt zufrieden.

„Die Entscheidung des DFL-Präsidiums zur Verteilung der Medienerlöse muss differenziert betrachtet werden. Sie geht grundsätzlich in die richtige Richtung und beinhaltet gute Aspekte, wie die stärkere Berücksichtigung der Nachwuchsarbeit oder des Interesses an den Klubs sowie die stärkere Gewichtung der Gleichverteilung. Insbesondere wird so die Spreizung bei der Verteilung der Medienerlöse zwischen Top-Klubs und kleineren Klubs innerhalb der Bundesliga reduziert, was auch das zentrale Anliegen des gemeinsam von insgesamt 14 Klubs unterzeichneten Schreibens war“, so Lehmann in einer vom Verein verbreiteten Stellungnahme.

Mainz 05, der FC Augsburg, Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart haben sich besonders stark dafür eingesetzt, dass die TV-Gelder zwischen den Vereinen der 1. und 2. Bundesliga nicht so ungleichmäßig verteilt werden. Aus der 2. Liga haben den Vorschlag gleich 10 Vereine unterschrieben. DFL-Chef Christian Seifert hat nun einen neuen Verteilungsschlüssels veröffentlich und bestätigt, dass „rund drei Viertel der 13 Vereine, die im März von der Insolvenz bedroht waren, aus der 2. Liga kommen“. Bei den Mainzern hätte man allerdings gehofft, dass es eine noch größere Änderung in dieser Sache geben würde. „Wir hätten uns ein noch stärkeres Signal der Solidarität und zu Gunsten eines fairen sportlichen Wettbewerbs gewünscht. Die Bundesligatabelle ist am Saisonende weitestgehend das Abbild der eingesetzten wirtschaftlichen Ressourcen der Klubs und nicht der wirklichen sportlichen Leistung. Es bedarf daher weiterer, nachhaltigerer Veränderungen im System Profifußball“, so der kaufmännische Vorstand von Mainz 05.

Grundsätzlich gibt es vier Faktoren, anhand derer die Ausschüttung der TV-Gelder berechnet wird:

1: Bestand (70%)

Es kommt eine klassische Fünf-Jahres-Wertung zum Einsatz. Die letzten fünf Saisons werden im Verhältnis 5:4:3:2:1 gewertet, sodass die jüngste Saison am wichtigsten ist. Der Erste in der Bundesliga bekommt dadurch 5,8 Prozent der Erlöse, während der Letzte nur 2,9 Prozent einsackt.

2: Sportliche Nachhaltigkeit (5%)

Hier werden die sportlichen Erfolge der letzten 20 Jahre berücksichtigt, alle mit gleicher Wertigkeit. Immerhin gibt es keine Gewichtung zwischen erster und zweiter Liga.

3: Nachwuchsarbeit (2%)

Nur Prozent werden auf die Einsatzminuten in Deutschland verbandsausgebildeter U-23-Spieler umgemünzt und das auch nur auf Einsätze in der aktuellen Saison. Dabei gilt die Wertung nur für Spieler bis 23 Jahre.  

4: Wettbewerb (23)

Auch hier kommt eine Fünf-Jahres-Wertung zum Zug, welche wie bei dem Bestand gewertet und gewichtet wird. Allerdings gibt es hier andere Prozentsätze, die man einer 36er-Rangliste entnehmen kann. Die ersten sechs Vereine bekommen hier den gleichen Betrag. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Klubs sich auch zum Saisonende noch um Tabellenplätze bemühen, auch wenn diese z.B. keinen Einfluss auf die sportlichen Ziele haben.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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