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Leverkusen: Unzufrieden mit dem Schiedsrichter

Die Leverkusener gingen das Spiel in der Europa League gegen Nizza ohne 8 Stammspieler an und konnten dennoch einen 3:2 Sieg einfahren und damit den Einzug in die K.O.-Runde unter Dach und Fach bringen. Trainer Peter Bosz hat den maximalen Erfolg mit einer gründlichen Rotation kombiniert, hatte nach der Partie aber noch berechtigterweise ein paar Worte in Richtung Schiedsrichter zu sagen.

Leverkusen hat ein gutes Spiel gezeigt und die nächste Runde in der Europa League eingetütet. So kann man am Rhein rundum zufrieden sein, zumal einige Profis auch noch eine verdiente Pause bekommen haben. „Wir haben sehr gut gespielt und gewonnen“, so der 57-Jährige, „ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel.“ Vor allem das zentrale Mittelfeld überzeugte den Übungsleiter. Julain Baumgartlinger markierte nicht nur den Siegtreffer, sondern war zusammen mit Kerem Demirbay und Nadiem Amiri der Dreh- und Angelpunkt des Bayer-Spiels. Insgesamt haben die Jungs stolze 4 Scorerpunkte gesammelt.

Im Vergleich zum 6:2 im Hinspiel zeigten sich die Leverkusener vorne etwas weniger effizient, allerdings hing es wohl zu Teilen auch am Schiedsrichter. „Das lag auch an der fehlenden Qualität des Schiedsrichters. Sonst hätten wir zwei Strafstöße bekommen und noch ein weiteres Tor gemacht. Von daher muss man auch zufrieden sein, wenn man in Nizza drei Tore schießt“, so Bosz, der seine Spieler in Schutz nahm, obwohl sie einige Situationen auch etwas abgeklärter hätten zu Ende spielen können. Der Italiener Maurizio Mariani zeigte allerdings wirklich keine gute Leistung. Nach einem klaren Foul an Moussa Diaby (5.) gab er keinen Elfmeter, in der 24. Minute nahm er Schicks Treffer wegen einer Abseitsstellung, die klar keine war, zurück und dann sah er 3 Minuten vor dem Ende den jungen Florian Wirtz im Abseits; das stimmte nicht und zudem kam der von einem Franzosen abgeblockte Ball von einem Nizza-Kicker. Ein weiterer Strafstoß wäre ebenfalls möglich gewesen.

Es wäre wohl ein Abend gewesen, an dem sich kein Leverkusener über den VAR beschwer hätte, allerdings muss auch das generelle Niveau der Schiedsrichter in der Europa League in Frage gestellt werden. In diesem Wettbewerb kommt der VAR allerdings erst ab der K.O.-Runde zum Einsatz. „Das verstehe ich nicht. In dieser Gruppenphase waren wir damit nicht wirklich glücklich – in Prag und auch heute“, so Bosz. Beim Spiel gegen Prag flog Bellarabi in der ersten Halbzeit mit Rot vom Platz, was eine sehr harte Entscheidung war und mit dem VAR wohl zurückgenommen worden wäre. Der Grund ist allerdings schnell erklärt, denn vor allem die unterklassigen Clubs in der Vorrunde haben in ihren Stadion gar nicht die technischen Voraussetzungen für den Einsatz des VAR. In der Hauptrunde muss dann im Zweifel ein Stadion gewählt werden, in dem der VAR zum Einsatz kommen kann.

Letztendlich wird es Bayer egal sein, dann am Ende ging das Spiel gut für die Werkself aus. „Wir hatten schon vor dem Spiel entschieden, dass wir die beiden zur Halbzeit herausnehmen wollen“, so der Trainer, der später auch noch die zwei Teenager Cem Türkmen (18) und Emrehan Gedikli (17) einwechselte. Damit sind die Stammspieler nun auch wieder gut erholt für die anstehenden Aufgaben in der Liga.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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