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Gladbach: Alles gegen die Fohlen

Die Gladbacher haben mit dem 2:3 gegen Inter Mailand mal wieder ein Spiel abgeliefert, das auch im Nachgang für Gesprächsstoff sorgt. Als ob die Tore nicht schon genug waren, haben die Fohlen in der Nachspielzeit noch einen Ausgleich nicht bekommen. Es sollte nicht die letzte Szene gewesen sein, über die man sich im Nachhinein noch beim Schiedsrichter beschweren konnte.

Bereits unmittelbar nach der Entscheidung hatte sich Marco Rose die Gelbe Karte vom Schiedsrichter abgeholt, doch nach dem Schlusspfiff konnte er immer noch nicht aufhören, sich bei Schiri Danny Makkelie aus den Niederlanden zu beschweren. Bei DAZN wurde Gladbachs Trainer dann noch nach dem Gespräch gefragt, doch er wollte nicht mehr näher darauf eingehen: „Ich habe dem Schiedsrichter in den Emotionen des Spiels frohe Weihnachten gewünscht“, so der Trainer mit einer gehörigen Portion Sarkasmus, die er dann auf der Pressekonferenz noch einmal untermauerte: „Ich habe meine Sicht der Dinge dargelegt. Der Schiedsrichter hat das Tor nicht gegeben, also hat er eine andere Sicht der Dinge gehabt.“

Gemeint war überwiegend die Szene aus der 83. Minute, als Alassane Plea seinen bereits dritten Treffer des Tages erzielte, doch der VAR meldete sich und so begab sich Schiedsrichter Makkelie auf den Weg in die Review Area, um den Treffer dann wegen einer Abseitsstellung des eingewechselten Breel Embolo wieder zurückzunehmen. Die entscheidende Frage dabei war natürlich, ob Embolo Inter-Keeper Handanovic irritiert und damit aktiv am Spiel teilgenommen hat. „Breel steht nicht im Sichtfeld des Torhüters. Er springt hoch und behindert ihn nicht“, so Roses klare Meinung zu der Szene: „Den kann man auch geben.“ Ähnlich sah es auch Mittelfeldmann Christoph Kramer im Gespräch mit DAZN: „Wenn das Ding auf der anderen Seite fällt, bin ich wahrscheinlich der erste, der reklamiert. Mit einer Gladbach-Brille sage ich, dass der Torwart den Ball sieht und er so oder so reingegangen wäre. Eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters war es nicht, aber es gibt ja noch das ‚im Zweifel für den Stürmer‘ – und dann hätte man das Tor auch geben können.“

Das nicht gegebene Tor zum vermeintlichen 3:3 war aber lange nicht die einzige Szene, die die Gladbacher nach dem Abpfiff noch im Kopf hatten. Unter anderem ging es dabei auch um die 2:1-Führung von Inter, denn davor kam es zu einem vermeintlichen Foul an Marcus Thuram, der von zwei Gegnern in die Mangel genommen wurde und so den Ball verlor. „Das Foul ist klarer als die Sichtblockierung von Breel“, so Kramer – und auch Rose bestätigte diese Ansicht: „Das war die erste schwierige Entscheidung gegen uns. In der Summe sind es zwei 50:50-Entscheidungen, die leider gegen uns getroffen wurden.“ Hinzu kommt nun auch noch, dass sich in der Abwehr ein Personalengpass andeutet. Elvedi hat sich bereits am Sonntag im Training leicht verletzt und nun musste dessen Vertreter Tony Jantschke zur Halbzeit ausgewechselt werden. „Er hatte ein dickes Knie, wahrscheinlich ein Schleimbeutel„, so Rose. „Der hat ihm gestern im Training schon wehgetan.“

Rose brachte statt eines gelernten Verteidigers lieber Mittelfeldspieler Denis Zakaria und stellte seine Formation und Taktik etwas um. „Wir haben dann auf Dreierkette umgestellt, damit er nicht komplettes Neuland betritt“, so der Coach, der damit aber leider daneben lag. Zwar liegt man in der Gruppe noch immer auf Rang 1, doch das letzte Spiel findet nun kommende Woche gegen Real Madrid statt, was natürlich alles andere als eine dankbare Aufgabe darstellt. „Wir haben noch ein Spiel, da werden wir noch einmal alles raushauen. Dann machen wir es eben gegen Real Madrid fest“, so Florian Neuhaus. Bleibt abzuwarten, ob die Fohlen den Schritt ins Achtelfinale schaffen werden.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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