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Bayern: Jugend-Remis

In der Champions League haben die Bayern gestern zwei 17- und zwei 19-Jährigen die Chance gegeben, sich auf internationalem Parkett zu zeigen, nachdem der Gruppensieg bereits in sicheren Tüchern war. Trainer Hansi Flick äußerte sich nun zu den Leistungen seiner Youngsters.

Auf Rekorde gibt Flick nicht viel. Das zeigte sich auch, als er so viel junges Personal gegen Atletico Madrid aufs Feld schickte, dass ihm die Serie von 15 Champions-League-Siegen am Stück nicht so wichtig ist. Der Triple-Sieger stand schon vor dem Spiel als Gruppensieger fest und so konnte man auch das 1:1 gegen Atletico Madrid gut verkraften. Gleichzeitig nahm die Situation auch den Druck von den Schultern der jungen Spieler, die sich auf dieser Bühne präsentieren durften.

„Sehr zufrieden“ war Hansi Flick mit dem Remis, denn nach dem 3:1 in der Liga gegen Stuttgart brachte der Coach immerhin 9 neue Spieler von Beginn an gegen den spanischen Titelanwärter. „Wir hatten nach den Einwechslungen von Thomas Müller und Serge Gnabry ein bisschen mehr Dynamik im Spiel nach vorne“, so Flick über das glückliche Remis. Mit Bright Akwo Arrey-Mbi kam ein gerade einmal 17-Jähriger zu seinem Profi-Debüt und das gleich beim Champions-League-Kracher gegen Atletico von Beginn an. „Bright“, so Flick auf erneute Nachfrage, „ist ein gelernter Innenverteidiger.“ In Madrid musste der Deutsch-Engländer allerdings auf der linken Außenbahn im überraschenden 3-4-3-System beginnen: „Deswegen hat er die Aufgaben, die wir ihm gegeben haben, auch erfüllt. Damit waren wir am Ende zufrieden.“

Mehrfach betonte Flick, dass „bei uns die Mannschaft im Vordergrund steht und die Erkenntnisse im Trainerteam analysiert werden“, doch dann hatte der 55-Jährige doch noch ein paar lobende Worte für seine Youngsters übrig. 19-jährige Angelo Stiller, der in der Schlussviertelstunde sein Debüt in der Champions League feiern durfte, habe „die Bälle gut verteilt und umgesetzt, was wir vorgegeben haben“. Der zweite 17-Jährige im Bunde, bekam nach seinen mittlerweile schon 11 Einsätzen bei den Profis aber das größte Lob des Trainers.

„Bei Jamal Musiala muss ich vorsichtig sein“, so Flick: „Er hat mir sehr gut gefallen. Jamal spielt in München in einer Mannschaft gespickt mit Top-Spielern. Und bei diesen Spielern ist er hochgeschätzt, weil er eine enorme Ruhe am Ball hat, ein starkes Dribbling und im Eins-gegen-eins nur schwer zu stoppen ist.“

Der frisch gebackene englische U-21-Nationalspieler müsse zwar „körperlich zulegen, da arbeiten wir dran. Aber was rein fußballerisch zu sehen ist, da kann der FC Bayern sehr zufrieden sein.“ Fakt ist, dass bei diesen Talenten die Bayern sich im Moment wohl keine großen Sorgen um den hauseigenen Nachwuchs machen müssen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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