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Wolfsburg: Bialek startet durch

Für Bartosz Bialek hätte der November wohl kaum erfolgreicher laufen können. Am 11. feierte der Stürmer des VfL Wolfsburg gerade seinen 19. Geburtstag und nur wenige Tage später konnte er am 27. sein erstes Tor in der Bundesliga gegen Werder Bremen markieren. Erstmal seit seinem Wechsel nach Deutschland hat er sich nun auch in der Presse zu Wort gemeldet.

Von Sportdirektor Marcel Schäfer hat er nach seinem ersten Tor den Spielball geschenkt bekommen, den er nun in seinem Schrank platziert hat. Ich muss ihn erst noch von allen unterschreiben lassen“, so Bartosz Bialek, der dem Ball dann einen Ehrenplatz zuweisen möchte. Beim 5:3 gegen die Bremer konnte der Angreifer zum ersten Mal ein richtiges Zeichen in der Liga setzen. In einer Medienrunde brauchte Bialek aber immer noch eine Dolmetscherin, obwohl er in der Schule immerhin 3 Jahre lang Deutsch gelernt hat. „Hätte ich gewusst, dass ich so schnell in die Bundesliga wechsele, dann hätte ich in der Schule besser aufgepasst und mich nicht nur auf Fußball konzentriert“, so der 19-Jährige lachend. Mit seiner Zahnspange kann man erahnen, wie viel Potenzial in diesem Jugendlichen noch steckt.

Bialek ist 19 Jahre alt und hat den Durchbruch nun deutlich schneller geschafft, als man es eigentlich erwarten konnte. Vor nicht einmal eineinhalb Jahren war er noch in der 3. Liga in der Heimat für Zaglebie Lubin aktiv. Vor einem Jahr dann das Debüt in der ersten polnischen Liga für Ekstraklasa, wo er mit 9 Treffern auf sich aufmerksam machen konnte. Dann folgte schon der Wechsel zum VfL Wolfsburg für immerhin rund 5 Millionen Euro. „Es ist wie ein Traum“, so Bialek, der nun so viel wie möglich spielen möchte. In der Liga hat er nun die ersten drei Spiele hinter sich und auch in der Europa-League-Qualifikation sowie im Pokal kam er bereits zum Einsatz. Dass in Polen schon viele vom jungen Lewandowski sprechen, lässt den Youngster aber nicht abheben. „Das ehrt mich, dass ich ein kleiner Lewandowski sein soll“, so Bialek, der aber seinen eigenen Weg ganz ohne Druck gehen möchte.

Bei den Wolfsburgern soll er nun möglichst viel von den gestandenen Stürmern wie Wout Weghorst und Daniel Ginczek lernen. Am 16. Dezember könnte es dann zum direkten Aufeinandertreffen mit Robert Lewandowski kommen, denn dann geht es für die Wölfe gegen die Bayern. „Danach würde ich gerne mit ihm sprechen, vielleicht kann er mir ein paar Tipps geben“, so Bialek ganz bescheiden, allerdings bezeichnet er Zlatan Ibrahimovic als sein großes Idol: „Seine Technik ist perfekt, er ist trotz seines Alters immer noch top. Auf dem Spielfeld ist er ein Vorbild.“ Er scheint sich viel vom Schweden abgeschaut zu haben, denn zuletzt konnte er mit der U21 der Polen ein Seitfallzieher-Tor markieren, was auch von Zlatan hätte kommen können: „Das hat mich sehr gefreut. Dieses Tor wollte ich einfach schießen.“

Neben den Wolfsburgern sollen unter anderem auch die Gladbacher und die Frankfurter Interesse an ihm gezeigt haben, doch letztendlich bekamen die Niedersachsen seine Unterschrift. Dafür hat Bialek ganz konkrete Gründe. „Weil der VfL im Sturm auf ähnliche Spielertypen wie mich setzt“, so der Angreifer, der sich in der Sturm-Hierarchie mittlerweile wohl an Daniel Ginczek vorbeigeschoben haben dürfte. Bleibt abzuwarten, wie er sich in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren weiterentwickeln wird und ob er wirklich zu Polens neuem Lewandowski werden kann.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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