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Hoffenheim: Hoeneß´Personalprobleme

Aufgrund der aktuellen Lage mit Corona ist noch nicht geklärt, mit welcher Elf die TSG 1899 Hoffenheim gegen Stuttgart spielen wird. Immerhin ist in der personellen Situation Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß steht vor seinem ersten Derby gegen die Schwaben: „Das ist eine Situation, die ich noch nie erlebt habe“, so der 38-Jährige, dessen Debütsaison durch die Pandemie natürlich immens erschwert wird: „Man darf auch nicht vergessen, dass auch die letzten Wochen nicht ganz einfach waren aufgrund der damaligen Corona-Fälle und einer Häufung unterschiedlichster Verletzungen, wodurch wir gefragt waren, kreativ zu werden und flexibel zu sein. Das ist aber Teil des Jobs.“

Gerade die TSG wurde besonders hart von verschiedenen Vorfällen im Rahmen der Länderspielpausen getroffen. „Im Moment ist es besonders herausfordernd. Natürlich fragt man sich zwischenzeitlich schon, was man eigentlich verbrochen hat, weil so viel zusammenkommt“, so Hoeneß, „aber es gibt kein Lamentieren im Klub. Wir schauen lösungsorientiert nach vorne, genau das spüre ich auch bei der Mannschaft, die ich seit Montag wieder zur Verfügung habe. Wir sind weiter gierig und versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.“ Wie die Kraichgauer nun gegen den VfB auflaufen werden, bleibt daher weiterhin völlig offen. Hoeneß muss mit jedem weiteren Tag schauen, ob sich eine neue Situation ergibt. „Es ist jeden Tag spannend“, so der Coach, dessen Matchplan sich natürlich auch am Personal orientiert: „Im Moment stellt sich eher die Frage, wen haben wir zur Verfügung und welche taktischen Ideen passen da?“

Aus dem aktuellen Personal-Puzzle fällt Kapitän Benjamin Hübner derweil definitiv raus. „Erfreulich, es geht bergauf, aber er ist noch kein Thema für Stuttgart“, so Hoeneß über den Leistungsträger. Zudem muss vermutlich auch  Pavel Kaderabek passen, der nach seiner Quarantäne zwar die Belastung wieder angepasst hat, sich aktuell aber noch mit Wadenproblemen herumschlagen muss. Es könnte durchaus passieren, dass einige Spieler antreten müssen, denen eigentlich eine weitere Woche Pause gut tun würde. Das erhöht natürlich auch das Verletzungsrisiko. Stefan Posch scheint immerhin wieder bereit zu sein, nachdem er im Spiel gegen Liberec umgeknickt war und sich ein Band im Sprunggelenk gerissen hat. Gleiches gilt für Dennis Geiger nach dessen Mittelhandbruch. Die im Oktober an Corona erkrankten Kasim Adams und Andrej Kramaric sind wieder voll einsatzbereit und vor allem der Kroate soll der Offensive der TSG wieder frischen Wind verleihen, nachdem man aus den letzten 5 Spielen nur einen mageren Punkt einfahren konnte.

„Kramaric ist in einer ordentlichen Verfassung, wir müssen sehen, in welcher Form er dann eingesetzt wird“, so Hoeneß, der offen ließ, ob er den Kroaten von Anfang an bringen wird. „Es kann sein, dass Spieler ranmüssen, von denen man sonst gesagt hätte, der Samstag ist noch ein bisschen zu früh“, so auch Manager Alexander Rosen, „aber das ist die Situation, und die nehmen wir so an. Wir werden am Samstag eine Truppe ins Rennen schicken, die richtig Gas geben wird.“ Dabei ist unter anderem die Rede von einigen Spielern, die erst frisch von der Covid-Liste gestrichen werden konnten und die Isolation ohne Symptome wieder verlassen haben. Das gilt für Robert Skov und Munas Dabbur, die nach einem bestandenen Leistungstest zur Startelf gehören könnten. Gleichzeitig wird die Zeit für Sebastian Rudy, Ishak Belfodil und Kevin Vogt knapp, da sie erst vor 10 Tagen positiv getestet wurden.

Für Trainer Hoeneß ist das Spiel gegen Stuttgart ohnehin schon eine besondere Partie, da er als Spieler in der Jugend der Schwaben ausgebildet wurde und an der Seite von Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel 1999 die Meisterschaft mit der U17 feiern konnte. Sein Vater Dieter war ebenfalls als Spieler und auch als Manager bei den Stuttgartern aktiv.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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