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Köln: Czichos pro Gisdol

Bei den Kölnern dürfte die Stimmung immer noch am Boden sein, nachdem man mittlerweile 17 Spiele in Folge keinen Sieg einfahren konnte. Abwehrchef Rafael Czichos ist einer der Leistungsträger beim FC. Trotz der schlechten Phase will dieser keine schlechten Worte über seinen Trainer hören. „Ich merke gar keinen Unterschied in seiner Ansprache, im Umgang mit jedem Einzelnen oder in der Trainingsführung“, so Czichos über den Alltag mit Markus Gisdol: „Der Trainer bringt genauso viel Feuer ins Training rein wie immer.“

Czichos gerät fast ins Schwärmen, was man dem Verteidiger auch glaubt, da er als unangefochtener Chef der Truppe eigentlich kein Blatt vor den Mund nehmen muss. „Ich muss sagen, das bewundere ich“, sagt er über Gisdols Art: „Wenn man jeden Tag über seine persönliche Situation in den Medien liest, dann könnte ich schon verstehen, wenn man sich verändern würde. Aber das ist bei unserem Trainer gar nicht der Fall. Er ist schon jahrelang im Geschäft. Er weiß, was er machen muss, damit wir da unten wieder rauskommen.“ Der Verteidiger hat auch einen Erklärung dafür, warum es bei den Geißböcken immer noch nicht wirklich laufen will: „Diesen Sommer habe ich es zum ersten Mal in meiner Karriere erlebt, dass ich zum ersten Tag der Vorbereitung gekommen bin und es war kein Neuzugang da. Das war für jeden etwas Neues. Wir hatten relativ gute Testspiele in der Vorbereitung, aber natürlich verändert sich mit jedem neuen Spieler die Struktur im Kader. Es wird neu durchgewürfelt, die Jungs müssen die Taktik verstehen und merken, wie der Trainer denkt. Das braucht seine Zeit.“

Wie es nun nach der Länderspielpause weitergehen wird, steht natürlich noch in den Sternen. Einige Schlüsselspieler waren mit der Nationalmannschaft unterwegs oder sind sogar noch verletzt. Unter anderem geht es dabei um den Schwede Sebastian Andersson, der sich zuletzt einem Eingriff am rechten Knie unterziehen musste. Der Angreifer hat natürlich große Lust auf das Duell gegen die ehemaligen Kollegen von Union Berlin. Dass es beim Aufsteiger der letzten Saison so gut läuft, ist auch in Köln nicht unbemerkt geblieben. „Sie haben in diesem Jahr immens an individueller Qualität dazugewonnen. Max Kruse macht es zurzeit wieder richtig gut. Aber ich glaube, der größte Pluspunkt der Unioner ist, dass die Spieler und der Trainer wissen, was die Mannschaft kann. Sie glauben an die Spielidee, die der Trainer ihnen mitgibt, und ziehen das zu hundert Prozent durch. Davor muss man den Hut ziehen. Wir wissen genau, was am Wochenende auf uns zukommt. Eine Mannschaft, die körperlich sehr stark ist und spielerisch einen großen Schritt nach vorne gemacht hat“, so Czichos.

Die Kölner wissen natürlich, dass nur ein Sieg etwas mehr Ruhe in die Situation bringen würde. Damit würden wohl auch die Diskussionen rund um Markus Gisdol erst einmal weniger werden. Wenn es gegen Union aber keinen Erfolg gibt, könnte es richtig knallen. „Jeder, der auf die Tabelle schaut, weiß, dass wir einen Heimsieg brauchen und die drei Punkte in Köln behalten müssen. Um eine Euphorie-Stimmung zu bekommen, brauchen wir einen Dreier“, so Czichos weiter.

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