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Frankfurt: Der älteste Kader

Bei den Frankfurtern ist der Verjüngungsprozess weiter in vollem Gange. Mit dem Abgang von David Abraham im Winter wird dieses Projekt weiter fortgesetzt. Die Hessen haben im Moment den ältesten Kader der Liga, wenn man auf die bis dato eingesetzten Spieler schaut. Natürlich bringt das auch eine gewisse Ruhe und Gelassenheit, gleichzeitig brauchen die Hessen aber auch Transfererlöse.

Ein alter Haudegen ist unter anderem Makoto Hasebe. Er selbst denkt, dass er mit seinen 36 Jahren noch in der Bundesliga mithalten kann, weil er jeden Tag warm badet. Vor dieser Spielzeit hat er nun aber verlauten lassen, dass es eventuell seine letzte Saison in der Bundesliga sein könnte. Ausschließen kann der Japaner aber Stand jetzt noch nichts. Ab Januar muss er nun auf seinen Kollegen Abraham verzichten, der mit nunmehr 34 Jahren den Weg zurück nach Argentinien sucht. Bisher war es in Frankfurt immer so, dass die beiden Routiniers immer auf dem Platz standen, wenn sie auch fit waren. In der defensiven Dreierkette waren sie zuletzt meist mit Martin Hinteregger gesetzt, der ebenfalls immerhin schon 28 Jahre alt ist.

Der Österreicher liegt damit voll im Schnitt, denn die Frankfurter sind in dieser Saison rund 28,3 Jahre alt, was kein anderer Verein in der Liga von sich behaupten kann. Neben Hasebe und Abraham hat man mit Stefan Ilsanker, Bas Dost (beide 31) und Kevin Trapp (30) drei weitere Vertreter in den eigenen Reihen, die die 30 bereits überschritten haben. In der Vorsaison hatte man mit 27,3 Jahren im Schnitt die viertälteste Mannschaft der Liga, gleich hinter dem 1. FC Union, Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen. Die Rheinländer sind abgestiegen, die Berliner konnten sich auf 27,6 Jahre und die Hanseaten auf 26,4 Jahre verjüngen. Gerade die Bremer haben ihren Schnitt durch den Einsatz von Jean-Manuel Mbom und Tahith Chong gedrückt, die beide 20 Jahre alt sind.

Natürlich hat Adi Hütter jedes Recht der Welt, bei den Frankfurtern eher auf die alte Garde zu setzen. Für ihn zählt ohnehin nicht das Alter, sondern ausschließlich die Leistung. Hinzu kommen aber auch noch einige Verletzungen wie z.B. bei Evan Ndicka (21), der zuletzt wegen einer Bänderverletzung einen ganzen Monat lang pausieren musste. Ragnar Ache (22) fehlt schon seit Oktober und wird wohl erst im Januar wieder einsatzbereit sein. Neben den etablierten Andre Silva (25) und Daichi Kamada (24) bleibt dann nur noch Almamy Toure (24), der in der Startelf den Schnitt etwas drücken kann. Zwar sind dann noch einige Joker im jüngeren Bereich, die aber aufgrund der wenigen Einsätze nicht in die Statistik einfließen können.

Rein finanziell gesehen können es sich die Frankfurter noch nicht leisten, keine Transfermillionen mehr einzusammeln. Doch wer kann das schon, außer natürlich die Topklubs in Europa. Derzeit hat man zwei Talente in den eigenen Reihen, bei denen man mit zweistelligen Millionenbeträgen rechnen kann. Die Entwicklung ist bei beiden zuletzt aber etwas langsamer vorangeschritten, als es sich die Verantwortlichen in Frankfurt erhofft hätten. Auch bei den Zugängen haben die Hessen immer vermehrt auf Erfahrung gesetzt, obwohl Chefscout Ben Manga immer wieder auf junge Talente verweist. Bleibt abzuwarten, wie sich die Altersstruktur bei den Frankfurtern im kommenden Sommer verändern wird.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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