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Mainz: Kein Befreiungsschlag

Die Mainzer hatten eigentlich den großen Befreiungsschlag im Tabellenkeller geplant. Mit einem 2:2 gegen die Schalker ist das zwar nicht gelungen, doch immerhin konnte man den ersten Punkt der Saison holen. „Den Glauben dürfen wir nie verlieren“, so Sportvorstand Rouven Schröder optimistisch, auch wenn das Unentschieden letztendlich keinen Grund für Optimismus hinterlassen hat.

Gerade beim Stand von 2:1 hatten die Mainzer mehr als genug Chancen, um mit einem 3:1 die Vorentscheidung herbeizuführen. So hatten unter anderem Jonathan Burkardt und Jean-Philippe Mateta einige gute Chancen auf dem Fuß. Letztendlich hatte man aber sogar Glück, dass die Schalker nicht doch noch den Siegtreffer erzielt haben. Es fiel auf, dass die Knappen nahezu ungestört durch das Mittelfeld der Mainzer spazieren konnten. Die 05er sind einfach nicht in die Zweikämpfe gekommen, was natürlich nicht geht, wenn es spielerisch ohnehin nicht rund läuft. „Das ist so das Phänomen, wenn du in Führung gehst: Dass du ein bisschen passiver wirst, dich ein bisschen zurückziehst“, so Schröder über die schlechte Phase in der ersten Halbzeit.

Was den Mainzern in dieser Saison zu fehlen scheint, ist ein echter Zerstörer im Mittelfeld. Ein Arturo Vidal für den Abstiegskampf in der Bundesliga. Ein Leader, der im Mittelfeld die Fäden zieht, Zeichen setzt und dann auch als Fixpunkt für die Mitspieler fungiert, wenn es einmal nicht rund läuft. Nachdem die Mainzer in der Pause auf eine Dreierkette umgestellt haben, lief es zwar besser, allerdings ist das natürlich nicht der Anspruch der 05er. „Wir werden dann dafür bestraft, dass wir nicht effektiv waren“, so Schröder. Fakt ist, dass die Mainzer mit dem Punkt leben müssen, denn ein Sieg wäre auch nicht wirklich verdient gewesen.

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