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Bremen: Ungewohnter Ballbesitz

Die Bremer sind die neuen 1:1-Könige der Liga. Schon das vierte Spiel in Folge haben die Nordlichter mit diesem Ergebnis über die Runden gebracht. Immerhin ist man ungeschlagen und eigentlich sollte man erwarten, dass das Spiel gegen die Kölner nichts Neues hatte, doch so einen Spielverlauf haben die Grün-Weißen in der aktuellen Saison noch nicht erlebt. 

„Köln war die erste Mannschaft, die wirklich tief gegen uns stand in dieser Saison“,so Torschütze Leonardo Bittencourt nach Abpfiff bei „DAZN“. Die Gäste vom FC haben sich vor allem in der zweiten Halbzeit mehr oder weniger komplett im eigenen Strafraum eingeigelt und den Bremern den Ball überlassen. Verwunderlich, denn eigentlich gehören die Nordlichter zu den Team in der Liga, gegen die man punkten kann und muss, wenn man nichts mit dem Abstieg zu tun haben möchte. „Wir sind das nicht gewohnt, gegen Mannschaften zu spielen, die so tief stehen“, so Bittencourt: „Dann fehlen die Lösungen.“

Der viele Ballbesitz konnte letztendlich kaum in Torchancen umgewandelt werden, wenn die Kölner nicht mit eigenen Fehlern fleißig mitgeholfen haben. „Bis auf Bayern München ist das für jede Mannschaft schwer, wenn ein Gegner so tief steht“,so Bittencourt weiter: „Bei ihnen sieht das so einfach aus. Die spielen in die Tiefe, chippen den Ball rein und dann steht da Lewandowski. Aber für uns ist das schwer.“ Eine ähnliche Meinung hatte auch der Bremer Trainer Florian Kohfeldt nach dem Spiel.„Das Spiel zeigt, wo wir noch Potenzial haben: Wenn Gegner sich sehr tief stellen und nur auf Konter spielen, finden wir noch zu wenige Lösungen“, so der Trainer: „Leider sind wir aus dem Mittelfeld zu selten ins Tempo gekommen und haben nicht in die Zwischenräume gespielt, um die tiefen Läufe, die durchaus da waren, zu bedienen.“

Dann geriet man auch noch etwas dämlich durch ein Eigentor von Kapitän Niklas Moisander in Rückstand, was die Kölner dazu veranlasste, noch tiefer in der eigenen Hälfte zu stehen in der Hoffnung den Vorsprung über die Zeit bringen zu können. „Wir haben in der Halbzeit schon gesagt, wenn Köln gefährlich wird, dann durch Standards“,so Bittencourt: „Und so ist es gekommen.“ Nach dem Gegentreffer zeigte aber vor allem der eingewechselte Tahith Chong eine tolle Reaktion. „Uns fehlten die Verlagerungen, um ins Eins-gegen-Eins zu kommen, wie es Tahith am Ende gemacht hat“,analysierte Kohfeldt: „Er war wirklich eine sehr gute Einwechslung.“ Der Leihspieler von Manchester United brachte viel Tempo und holte dann nach einem seiner Sprints den Elfmeter heraus, der letztendlich den verdienten Ausgleich bescherte. „Es war mehr drin, aber wir müssen uns mit dem Punkt zufriedengeben“,so das Fazit von Bittencourt: „Generell müssen wir daran arbeiten, wenn Mannschaften kommen, die so tief stehen. Ich denke, das wird dieses Jahr nicht mehr so oft passieren.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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