0

Dortmund: Favre rotiert weiter

Gleich fünf Wechsel für das 1:3 gegen Rom und auch für das Derby gegen Schalke gab es wieder fünf Veränderungen. Dortmunds Trainer Lucien Favre hat bereits angedeutet, dass er hier und da auf Rotation setzen wird und das machte der Schweizer nun wahr. Nun steht das Spiel in der Champions League gegen St. Petersburg an und auch hier soll es wieder einige Veränderungen geben. Eine erneute Niederlage darf sich der BVB derweil aber eher nicht erlauben, wenn man nicht schon von einer kleinen Krise sprechen möchte. 


Im Kopf von Lucien Favre kennt sich niemand wirklich aus. Der Schweizer gibt nur selten Einblicke in seine Gefühlswelt und auch nicht in seine sportlichen Pläne. Vor allem während seinen Interviews und Pressekonferenzen wird das schnell klar. Oftmals antwortet er nicht auf Fragen und weicht dem eigentlichen Inhalt aus. Favre will sich aktuell z.B. weder über den Corona-Test von Emre Can, noch über den „neuen“ Linksverteidiger Raphael Guerreiro äußern. Selbst die mittlerweile wieder offene Frage nach der Nummer 1 zwischen den Pfosten blieb unkommentiert. Etwas offener zeigten sich derweil Sportdirektor Michael Zorc und Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl, die beide noch einmal Roman Bürki als Nummer 1 bestätigten. Letztendlich entscheidet aber Favre, wer den Platz einnehmen wird. 

Man sollte nicht davon ausgehen, dass Bürki nun wieder auf der Bank Platz nehmen muss, auch wenn er sich beim 3:0 gegen die Schalker nicht beweisen konnte. Er hielt keinen Ball, was allerdings daran lag, dass die Knappen ihn nicht wirklich fordern konnten. Der Schweizer hatte nahezu überhaupt nichts zu tun. Das galt natürlich nicht für alle Dortmunder, denn gerade die Offensive musste viel einstecken. Immerhin hat sich im Derby wohl niemand ernsthaft verletzt. Dennoch ist davon auszugehen, dass Spieler wie Sancho oder Reyna bald wieder eine Pause bekommen könnten. 

Eigentlich ist es nicht der Stil von Favre, dass er so etwas wie eine Personalrotation groß ankündigt, wie er es nun getan hat. Fakt ist aber, dass die Dortmunder wie alle Vereine mit einer Dreifachbelastung die Kräfte schonen müssen. Für Sancho und Reyna könnten z.B. Thorgan Hazard und Marco Reus wieder in die erste Elf rücken. Gleiches gilt für Jude Bellingham und Axel Witsel, die geschont wurden. Gegen St. Petersburg zählt derweil eigentlich nur ein Dreier, nachdem man den Auftakt gegen Lazio vergeigt hat. „Das Weiterkommen ist unser Ziel und unsere Verantwortung“, so Zorc: „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben.“ Damit das nicht passiert, muss eigentlich jeder Spieler noch ein paar Prozent mehr abrufen. Schalke war für einen Gegner in der Champions League sicherlich kein Maßstab.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© Soccer-Fans.de. All rights reserved.