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Leipzig: Stotternde Neuzugänge

Viele haben sich gewundert, warum Alexander Sörloth und Hee-Chan Hwang bei den Leipzigern noch nicht ganz so oft zum Einsatz gekommen sind, doch nun hat sich Trainer Julian Nagelsmann erstmals dazu geäußert. Doch mittlerweile sieht es nach einem Trainingsspiel so aus, als könnte sich an dieser Situation etwas ändern. 

Für die Leipziger stehen harte Wochen an, denn in den kommenden 14 Tagen muss man gleich 5 Pflichtspiele absolvieren. Unter anderem wird es dabei in der Champions League gegen Paris St. Germain und Manchester United gehen, was sicherlich keine Kleinigkeit ist. „Du musst in dieser Phase immer auch vorausdenken“,so Trainer Julian Nagelsmann zwei Tage vor der Partie in der Bundesliga gegen Hertha BSC:„Fußball ist leider ein Kontaktsport, wo immer auch mal Verletzungen auftreten, die den Plan völlig über den Haufen werfen.“ 

Die Leipziger tun also gut daran, für diese harte Phase auch den einen oder anderen Spieler aus der zweiten Reihe zu integrieren, die bisher noch nicht so viel Spielzeit bekommen haben, dafür aber auch ausgeruhter sind. In der Liga muss Nagelsmann definitiv auf Konrad Laimer, Lukas Klostermann (Arthroskopie) und Amadou Haidara (COVID-19) als auch auf Marcel Halstenberg, der in Hannover an einer Trauerfeier teilnehmen wird, verzichten. Im Rahmen der Pressekonferenz ging es zumeist aber um die beiden Spieler Hwang und Sörloth, die bisher noch nicht so zum Zuge gekommen sind. Immerhin haben die Bullen im Sommer rund 30 Millionen Euro für die beiden Angreifer auf den Tisch gelegt. Laut Nagelsmann brauchen beide noch etwas Zeit, um sich an seine Art des Fußballs zu gewöhnen. 

„Die Anforderungen, die ich an einen Spieler habe, sind, glaube ich, schon komplex. Da geht es darum, wer wann in welcher Grundordnung attackiert, wo wir die Grundordnung hinlenken wollen, wo wir Ballgewinne haben wollen, wo die Umschaltmomente sind“,so der Trainer: „Es gibt eine klare Struktur, auf die der Spieler immer zurückgreifen kann. Ich habe aber eine Plattform, um selbst Entscheidungen zu treffen. Wenn er irgendwann mal keine Entscheidung hat, weil es gerade vielleicht schnell geht, kann er auf die Grundmuster zurückgreifen. Und die sind bei beiden noch nicht so präsent.“

Für den Trainer ist es aber nur normal, dass neue Spieler ihre Zeit brauchen, bevor sie eine wichtige Rolle spielen können: „Wie soll ein Spieler, der viermal unter meiner Leitung trainiert hat, so gut sein wie der Spieler, der 70 Mal trainiert hat? Das wäre komisch, dann brauchen wir keinen Trainer“,so Nagelsmann weiter: „Wir müssen gewisse Wege finden, wie die Jungs eine Umsetzung hinkriegen, dass es gut funktioniert, dem Plan vielleicht manchmal auch nicht eine ganz so große Bedeutung zu geben. Bayern München ist so gut, dass sie dem Gegner manchmal ihre Idee übertragen und dann versuchen, Spiele zu gewinnen. Aber wir sind halt nicht so gut wie Bayern.“

Hwang wurde immerhin in der Champions League beim 2:0 gegen Basaksehir eingewechselt, hat zwar die Note 5 bekommen, allerdings sagte Nagelsmann, dass er „ok“ gespielt habe. Der gerade einmal 20-jährige Sörloth hat gestern gut trainiert und hat damit gute Chancen, erstmals auch in die Startformation zu rücken, während die eine oder andere Stammkraft eine Pause bekommt.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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