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Freiburg: Vorne hängt es

Die Freiburger waren zuletzt sowohl gegen die Wolfsburger als auch gegen die Bremer auf der spielerischen Seite dem Gegner überlegen. Auch die Torschüsse und Chancen sprachen für die Breisgauer, doch auch am Wochenende reichte es nicht zu mehr als einem Remis. In der Offensive hapert es hier und da noch, daher hat Trainer Christian Streich nun eine klare Ansage für seine Schützlinge an vorderster Front. 

„In den letzten 20 Minuten drückt Freiburg uns hinten rein, hat ganz viele Situationen mit Flügeldurchbrüchen, das haben wir nicht verteidigen können“, so Bremens Trainer Florian Kohfeldt voll des Lobes für den Gegner vom Wochenende. Sein Kollege Christian Streich konnte sich aber nicht wirklich freuen, denn er hätte sich durchaus mehr als ein Remis erhofft. Vor allem in der Schlussphase der Partie hatte der Sportclub genügend Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. Der zweite Treffer blieb allerdings aus. 

„Wenn du so viele Durchbrüche hast und so selten zum Abschluss kommst, fehlen dir die Torgefahr, die Laufwege in der Mitte und die Überzeugung. Dann kannst du das Spiel nicht gewinnen“,so Streich unzufrieden. Natürlich hatte er auch positive Worte für die allgemeine Spielweise seiner Jungs übrig, doch das bringt letztendlich nicht viel, wenn vorne der Erfolg ausbleibt. Wie schon gegen Wolfsburg ging man früh in Führung, konnte dann nach dem bitteren Ausgleich aber nicht mehr entscheidend nachlegen. „Es ist sehr enttäuschend, dass wir zwei Heimspiele, in denen wir jeweils in Führung gegangen sind, nicht gewonnen haben“, so Streich weiter und richtete einen klaren Appell an seine Spieler: „Du musst mehr Torgefahr erzeugen, nicht nur der Nils Petersen, sondern auch andere Spieler, um das 2:1 zu erzielen.“

Doch wo will der mittlerweile 55-Jährige nun justieren? „Wir müssen über Laufwege und Übungen versuchen, so eine Besetzung im Strafraum hinzukriegen, dass wir Torgefahr erzeugen“, so Streich: „Und dann müssen die Bälle von außen präzise kommen. Wir kommen ganz oft durch über gutes Positionsspiel, Tempo und Präzision in den Pässen. Christian Günter kommt vier-, fünfmal zur Grundlinie durch und wir machen kein Tor. Mindestens einen Treffer müssen wir als Mannschaft daraus machen. Üben im Training.“ Gerade Günter konnte seine Torgefährlichkeit in dieser Saison noch nicht unter Beweis stellen. Hinzu kommt, dass er trotz 9 Torschussvorlagen noch keinen Assist verzeichnen kann. 

In erster Linie haben die Freiburger wohl ein kleines Personalproblem bei den Stürmern und die, die da sind, haben noch zu wenig Selbstverständnis vor dem Kasten. Bleibt abzuwarten, ob Streich hier entsprechend nachsteuern und die Effizienz seiner Jungs steigern kann. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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