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Bayern: Nübel vor Leihe ?

Das Kapitel Alexander Nübel ist noch lange nicht geschlossen. Seit über 8 Monaten steht der Transfer von Schalke zu den Bayern schon fest und die Auswirkungen bzw. die Berichterstattung ist bekannt. Nach nur zwei Monaten beim Rekordmeister könnte der 23-Jährige aber nun womöglich schon wieder seine Koffer packen.

Manuel Neuer ist spätestens nach dem Gewinn des Triples in dieser Saison ein Kandidat für den Titel Europas Fußballer des Jahres. Damit steht auch fest, dass der Schlussmann bis auf Weiteres die Nummer 1 beim Rekordmeister bleiben wird, auch wenn man mit Nübel einen Konkurrenten transferieren konnte. Über ein Leihgeschäft, durch das der Keeper etwas mehr Spielpraxis bekommen würde, hat aber offensichtlich bis dato noch keiner bei den Münchnern nachgedacht. Die Idee dazu gab es, aber die Verantwortlichen wollten lieber, dass der ehemalige Schalker als Nummer 2 hinter Neuer lernt und sich langsam aber sicher an das geforderte Niveau gewöhnt.

Dabei sollte Sven Ulreich, der bis dahin die Nummer 2 war, eigentlich ein Jahr vor Ende seines Vertrags abgegeben werden. Dieser Transfer hakt bisher allerdings noch und nun könnte sich alles ganz schnell klären. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim sah man den Keeper nicht mehr auf der Bank und alle gehen davon aus, dass er kurzfristig doch noch verliehen wird. „Da kann ich noch nichts zu sagen“, so Trainer Hansi Flick am Dienstag auf der Pressekonferenz vor dem Supercup gegen Borussia  Dortmund. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, allerdings dürfte diese nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Flick will sich noch nicht festlegen

Fakt ist, dass der Kader der Bayern weiter geschrumpft ist und durch mögliche Verletzungen noch kleiner werden könnte. Durch die hohe Belastung tut sich Flick schwer, eine Prognose für die Saison abzugeben. Er bestätigte immer wieder, dass diese Spielzeit eine Herausforderung für alle wird. Nicht nur für die Bayern, sondern für alle Vereine, die international spielen und gleichzeitig einige Nationalspieler in den eigenen Reihen haben.

Am Wochenende musste der Rekordmeister dann nach einem halben Jahr wieder einmal erfahren, wie es sich anfühlt, ein Spiel nicht zu gewinnen. „Das war nicht das, was wir beim FC Bayern spielen wollen“, so Flick: „Das Spiel haken wir ab, damit ist es vorbei.“

Das Thema Ab- und Neuzugänge ist beim FCB noch lange nicht geklärt. Unter anderem geht es dabei noch um Michael Cuisance, der vor einem Wechsel zu Premier-League-Aufsteiger Leeds United steht. Zunächst ist er morgen aber noch im Supercup gegen Dortmund dabei, wie auch sein Kollege Javi Martinez, den es wohl zurück in die Heimat zu Athletic Bilbao zieht. „Beide haben trainiert“, so Flick, „deshalb gehe ich davon aus, dass beide morgen im Kader stehen.“

Die Situation auf dem Transfermarkt bleibt schwierig, dabei bräuchten die Bayern definitiv noch die eine oder andere Verstärkung für die lange Saison. „Wir können auch nicht aus dem Vollen schöpfen, was das Finanzielle betrifft. Wir müssen gucken, dass wir das mit Sinn und Verstand machen. Wir haben noch Zeit bis zum 5. Oktober. Danach können wir uns nochmal über Ziele unterhalten“, so Flick, der sich aber davon auch nicht aus der Ruhe bringen lässt: „Eins ist auch klar: Wir haben Weltklasse-Spieler hier, die haben wie der Trainer ihre Ziele. Wir wollen Titel gewinnen. Es ist nicht so, dass ich das Spiel in Hoffenheim bewusst verloren habe, um Druck zu machen. Das ist ganz weit weg von meinem Gedankengut. Wenn wir die Ziele erreichen wollen, müssen wir dementsprechend auch einen Kader zur Verfügung haben.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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