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Gladbach: Eberl fordert Verständnis

Diese Saison wird für alle Bundesligisten genauso besonders, wie auch die abgelaufenen Spielzeit. Das wissen natürlich auch die Gladbacher und deren Manager Max Eberl. Nachdem die Saison nach einer Corona-Pause wieder angepfiffen wurde, hagelte es dafür natürlich Kritik aus allen Richtungen. „Ich war schon teilweise schockiert, wie über den Fußball geredet wurde, wie da abgerechnet wurde“, so Eberl: „Natürlich verdienen wir gutes Geld und sind in einer sehr exponierten Situation, wie wir verdienen können. Aber es geht um das Spiel.“

Eberl stört sich daran, dass zwischenzeitlich der Eindruck entstanden ist, dass man nur die eigenen Millionengehälter sichern wollte, statt die Arbeitsplätze der Mitarbeiter. „Damals hieß es: ‚Kommt doch mal zurück zu den Wurzeln, seid doch mal bodenständig'“, so Eberl.  Gleichzeitig hofft er, dass nicht nach jedem einzelnen Spieltag neu bewertet wird, was nun gut oder schlecht gelaufen ist. „Wenn man etwas demütiger wäre und es mehr sachlich um dieses Spiel gehen würde“, so der Manager, der sich einen Denkeffekt durch die Krise erhofft: „Unsere Gesellschaft hat viele Probleme.“

Zunächst haben sich alle in der Krise gegenseitig Unterstützung zugesagt, doch dann ist die Stimmung irgendwann etwas umgeschlagen: „Sobald einer was durfte, dann hat der andere sofort gefragt: Warum darf der das und warum darf ich das nicht? Alles funktioniert zusammen besser als alleine. Ich mag die Sätze nicht: ‚Das ist das Mechanismus des Geschäfts, das muss so sein‘.“ Die neue Saison in der Liga hat dabei gerade erst angefangen und schon rumpelt es bei manchen Vereinen gewaltig. Mit den Schalkern und den Mainzern haben schon zwei Klubs ihren Trainer entlassen.

Die Gladbacher werden in dieser Saison auch wieder ihre Aufgaben zu lösen haben, denn man ist international vertreten und hat einige Nationalspieler in den eigenen Reihen, was die Belastung nicht weniger schwer gestaltet. „Das Programm ist am Rande der Vertretbarkeit. Man versucht die Anzahl der Spiele zu schaffen mit einem Monat weniger. Da kommt auf alle eine extreme Belastung zu. Man muss sehr sorgsam umgehen, um die Belastung zu verteilen“, so Eberl. Die Gefahr besteht, dass im kommenden Sommer bei der EM einige Stars verletzungsbedingt nicht mitwirken können werden.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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