0

Wenn es nach Freiburgs Trainer Christian Streich geht, ist der Keeper „vielleicht die wichtigste Position im Fußball und sie sind sehr sensible Menschen“. Genau aus diesem Grund nahm er sich vor dem Spiel gegen Wolfsburg morgen noch einmal richtig viel Zeit um zu erklären, warum die Leihgabe Florian Müller nun die neue Nummer 1 sein wird. Damit ist auch klar, dass Benjamin Uphoff trotzdem kein Verlierer ist.

Vor dem ersten Spiel in der Saison hatte Streich sich noch nicht klar geäußert, wer im Tor stehen wird. Die Wahl fiel letztendlich auf Müller, der nur einige Tage vorher von den Mainzern ausgeliehen wurde, nachdem sich die eigentliche Nummer 1 Flekken verletzt hatte. „Flo hat gut gespielt, er hat uns Stabilität gegeben, hat den Sieg am Ende auch festgehalten und hat gute Aktionen gehabt“, lobte Streich. Er hatte damals schon gesagt, dass der Keeper des ersten Spiels auch eine Woche später gegen Wolfsburg spielen wird. Dennoch muss sich Müller auch selbst hinterfragen, denn ein Gegentreffer gegen Stuttgart geht auch mehr oder weniger auf seine Kappe.  

In den kommenden Wochen und Monaten soll der 22-Jährige Mark Flekken ersetzen, der sich vor dem Spiel im Pokal gegen Mannheim am Ellenbogen verletzt hat und mindestens ein halbes Jahr nicht spielen können wird: „Wir mussten auf jeden Fall einen Torwart verpflichten, das weiß jeder, und der musste im Rahmen unserer Möglichkeiten und unserer Konzeption so gut wie möglich sein, das haben wir gemacht“, so Streich. Vor der Saiosn hatte man noch Benjamin Uphoff aus Karlsruhe geholt, der laut Streich nun aber kein Verlierer ist: „Natürlich gab es eine kurzfristige Enttäuschung, aber für ihn hat sich eigentlich nicht wirklich etwas verändert“, so der Coach über den 27-Jährigen, den man ohnehin nur als Herausforderung für Flekken geholt hatte. Flekken selbst hat nur davon profitiert, dass Alexander Schwolow vor der Saison zur Hertha aus Berlin abgewandert ist.

„Benni ist ein Torwart, der noch ein richtiges Potenzial hat sich zu verbessern, aber jetzt schon auf einem richtig guten Stand ist“, so Streich, „er wird noch besser werden, alle Torhüter bei uns werden immer noch besser. Und dann schauen wir, ob er noch ein paar Jahre erste Liga spielt. Die Torhüter Niclas Thiede, Benjamin Uphoff und Flo Müller fighten miteinander, schaukeln sich hoch in ihren Leistungen, und Krone leitet das Ganze. Sie werden Monat für Monat besser.“ Natürlich brauchen auch die Freiburger einen erstklassigen Keeper, wenn man in der Bundesliga bestehen möchte: „Alle Mannschaften brauchen Top-Torhüter, und Bayern München braucht den besten Torhüter“, so Streich: „Auch wenn sie im Moment herausragende Leistungen zeigen würden, im Super-Cup-Finale gegen Sevilla brauchten sie einen Weltklasse-Torhüter, sonst verlieren sie es. Für mich ist der Keeper eine sehr sensible Position, und es sind sehr sensible Menschen, nicht so hundertprozentig verstehe. Ich wäre nie Torhüter geworden, ich hätte den Druck nicht ausgehalten. Ich hätte kein Tennisspieler werden können und kein Torhüter.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© Soccer-Fans.de. All rights reserved.