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Bayern: Musiala startet durch

Die Bayern konnten sich über ihren Auftakt in die neue Saison nicht beschweren. Spätestens beim Stand von 7:0 gegen die Knappen war dann der Abend auch für Trainer Hansi Flick im Grunde schon durch. Der Coach wechselte munter und gab so unter anderem einem 17-Jährigen noch die Chance auf seinen ersten Auftritt in der Bundesliga.

Bei den Bayern werden sich die meisten noch an Roque Santa Cruz erinnern. Der mittlerweile 39-Jährige geht in Paraguay noch immer für den Erstligisten Olimpia Asuncion auf Torejagd. In diesem Jahr hat er schon 10 Tore geschossen. Mittlerweile ist die Kultfigur allerdings in München einen Rekord los, denn der jüngste Torschütze in der Bundesligageschichte der Bayern ist seit dem Auftakt in die neue Saison Jamal Musiala. Dieser markierte mit dem 8:0 den Schlusspunkt in der Partie gegen Schalke.

Wenn man sich auf den alten Rekord bezieht, kommt der eine oder andere Fan der Bayern ins Träumen. In der Saison 1999/2000 durfte Santa Cruz am ersten Spieltag noch nicht eingesetzt werden, da er als Ausländer und mit unter 18 Jahren noch nicht spielberechtigt war. Nur 12 Tage nach seinem 18. Geburtstag markierte er dann beim 1:0 gegen Unterhaching seinen ersten Treffer in der Bundesliga. Damals war Lothar Matthäus noch der Abwehrchef und der heutige FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic saß auf der Bank.

Ganze 21 Jahre lang kam niemand bei den Bayern an diesen Rekord heran, doch Jamal Musiala war nun am Zug. Der Kicker wurde im Februar erst 17 Jahre alt und kam im Sommer 2019 vom FC Chelsea an die Säbener Straße. Geboren wurde der Youngster in Stuttgart, allerdings zog es ihn schon im Alter von 8 Jahren zu Chelsea und seine Familie folgte ihm entsprechend nach England. In England lief er für die U15 und die U17 auf, spielte gleichzeitig aber auch für die deutsche U16. Bis auf Weiteres kann er sich noch aussuchen, für welche Nationalmannschaft er gerne spielen würde, doch zunächst einmal muss seine Karriere den entsprechend steilen Verlauf nehmen, der sich nun angedeutet hat.

„Er hat klare Vorstellungen. Ich würde mich auf jeden Fall um ihn bemühen“, so Bayerns Trainer Hansi Flick. Musiala konnte sich nach der Corona-Pause in der 3. Liga bei den Amateuren mit zwei Toren in acht Spielen zeigen. Nur einen Tag nach dem Spiel in der Bundesliga wurde er dann wieder in der 3. Liga im Spiel gegen Türkgücü München eingesetzt. Sein Debüt in der Liga gab der 17-Jährige schon am 33. Spieltag der letzten Saison in der 88. Minute im Spiel gegen Freiburg. Fakt ist aber auch, dass er mit Leroy Sané, Serge Gnabry und Kingsley Coman derzeit eine schier unüberwindbare Konkurrenz auf den Flügeln hat.

„Er hat im Training schon des Öfteren bewiesen, was er draufhat“, so Flick nach dem 8:0, betonte aber auch: „Es ist ein weiter Weg.“ Flick möchte unbedingt noch einen weiteren Flügelstürmer verpflichten. Die Frage ist nun, ob man noch einen geeigneten Kandidaten findet, oder ob Musiala nun die nominelle Nummer 4 wird. „Wir erhoffen uns von ihm, dass er weiter so trainiert, wie er es bisher andeutet. Er ist ein ausgezeichneter Spieler, nimmt Tempo auf, wenn er in Ballbesitz ist“, so Flick weiter. Am Ball ist Musiala sicherlich ein Ausnahmetalent, allerdings muss er mit seinen gerade einmal 65kg auf 1,81 Meter noch etwas an seiner Physis arbeiten.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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