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Wolfburg: Camacho beendet Karriere

Was sich bereits über einige Monate hinweg angekündigt hat, ist nun auch bittere Gewissheit. Ignacio Camacho wird seine aktive Karriere als Fußballer beenden. Der mittlerweile 30-Jährige hat seit 2017 gerade einmal 17 Spiele für Wolfsburg in der Liga bestritten, bleibt den Niedersachsen aber dennoch weiterhin erhalten. 

Man merkte ganz deutlich, wie nah ihm das Thema geht. Camacho macht Schluss mit dem Fußball und das, obwohl er dazu eigentlich noch nicht bereit ist. „Mein Fuß hat ‚Basta‘ gesagt“, so Camacho. Der Spanier hat nun in Anwesenheit seiner Familie im Rahmen einer Pressekonferenz auf Deutsch sein Karriereende bestätigt. In seiner Rede wurde klar deutlich, wie wichtig ihm sein Umfeld ist und wie viel im der Fußball gegeben hat. Er hat lange gekämpft, um doch noch einmal auf den Platz zu kommen, allerdings war dann im Mai endgültig Schluss, nachdem es mit dem Training wieder nicht rund lief. „In einer Aktion hatte ich wieder richtig starke Schmerzen“, so Camacho. 

Im Oktober 2017 hat er sich im Spiel gegen Hannover 96 schwer am Fuß verletzt. Seitdem kamen insgesamt 5 Operationen dazu und auch sämtliche Spezialisten konnten ihm nicht langfristig helfen. „Es ist an der Zeit, mich zu verabschieden“, sagt der Kicker mit leiser Stimme: „Ich gehe mit gutem Gewissen, weil ich alles getan habe, was möglich war. Alles, um das zu tun, was ich so sehr liebe: Fußball. Danke für euer Vertrauen – ich bedauere von ganzem Herzen, dass ich diesem Vertrauen nicht gerecht werden konnte auf dem Platz.“ 

Gleichzeitig äußerte er sich auch über den Rückhalt, den er von seiner Familie bekommen hat. „Ich danke meiner Frau und meinen Kindern für die Geduld und bedingungslose Unterstützung. Ich bedauere es sehr, dass meine Kinder ihren Vater nicht mehr Fußball spielen sehen können. Aber ich möchte, dass sie wissen, dass ich alles versucht habe. Ich hoffe, meine Kinder sind eines Tages genauso stolz auf mich wie ich auf sie.“ Dabei ist er auf dem Feld kaum in Erscheinung getreten. 2017 kam der Spanier für immerhin rund 10 Millionen Euro vom FC Malaga zu den Niedersachsen, wo er sofort zum Führungsspieler avancierte. Er bekam schnell die Kapitänsbinde, allerdings musste er sich auch ähnlich schnell wieder verabschieden. 

„Sein Statement zeigt deutlich“,betont Geschäftsführer Jörg Schmadtke, „das Fußball mehr ist als Geldverdienen.“ Daher geht der Weg des Spaniers bei den Niedersachsen auch noch weiter. „In den nächsten zwei Jahren wird Cama ein Trainee-Programm durchlaufen und einzelne Facetten für seinen späteren beruflichen Werdegang kennenlernen“, so Schmadtke weiter. Er möchte, dass der Spanier eine Karriere nach der Karriere anstrebt, nachdem sich der Lebensmittelpunkt des Kickers und seiner Familie mittlerweile in der Autostadt befindet. „Mein Leben ist der Fußball, seit ich acht Jahre bin. Ich will gucken, was das Beste für mich ist“,so Camacho, der noch nicht weiß, ob er ggf. Trainer oder doch eher eine Bürotätigkeit ausüben möchte. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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