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Augsburg: Herrlich grundsätzlich zufrieden

Die Augsburger haben zuletzt mit 5:2 gegen den SCR Altach gewonnen und dann gegen Jahn Regensburg nur 1:1 gespielt. Gleich zwei Testspiele an einem Tag, die Trainer Heiko Herrlich aber durchaus zufrieden gestellt haben. Letztendlich war die Chancenverwertung das größte Problem, doch auch die Standards müssen besser verteidigt werden und im Spielaufbau gab es noch zu viele einfache Fehler. 

Die Fuggerstädter haben nun schon 6 Testspiele in den Knochen und sind weiterhin ohne Niederlage. Auf der Sportanlage des SV Heimstetten bei München konnte Herrlich gestern gleich zwei verschiedene Aufstellungen testen. Die Truppe gegen Altach sah schon sehr nach möglicher Startformation aus, während er gegen den Jahn überwiegend auf seine Ersatz- und Ergänzungsspieler setzte. „Wir wollten so viele Spieler wie möglich an die 90 Minuten heranbringen“,so Herrlich über den Doppeltest und zog ein positives Fazit: „Das war das Wichtigste, dass die Leistung bei den meisten Spielern über 90 Minuten konstant hoch war.“

In beiden Spielen zeigte sich der FCA nach der Pause stärker, was immerhin dafür spricht, dass die Spieler rein konditionell schon auf einem sehr guten Level sind. In zwei Wochen steht dann das erste Pflichtspiel an, denn es geht im Pokal gegen Oberligist Eintracht Celle. Gegen Altach konnte man in der zweiten Halbzeit gleich 4 Tore markieren, gegen Regensburg gelang immerhin noch der Ausgleich. Herrlich kritisierte allerdings deutlich die schlechte Chancenverwertung vor allem in der ersten Halbzeit gegen die Österreicher. Alfred Finnbogason, Daniel Caligiuri, Michael Gregoritsch und Rani Khedira ließen gleich mehrere sehr gute Chancen liegen: „Wir können schon zur Halbzeit 4:0 oder 5:0 führen“,so Herrlich, der auch die beiden Gegentreffer nach Standards nicht gern gesehen hat. Beim 1:1 durch einen direkten Freistoß sah Keeper Rafal Gikiewicz nicht wirklich gut aus, beim 2:3 hat Felix Uduokhai nach einer Ecke tief und fest geschlafen.

Unter anderem gab es auch zu viele Fehler im Spielaufbau, wenn die Augsburger versucht haben, verschiedene Situationen spielerisch zu lösen. „Jetzt wieder klar spielen, keine Geschenke mehr“, so Herrlich nach einer dieser Situationen lauthals. Unter anderem kassierte man nach einem solchen Fehler auch den Gegentreffer gegen Regensburg. 

„Wir haben die Angriffe gut ins letzte Drittel gebracht, aber zunächst ohne etwas Zwingendes. In der zweiten Halbzeit haben wir weiter geduldig nach vorne gespielt. Der Ausgleich war dann überfällig, wir hätten auch gewinnen können“,so Herrlich. Ein großer Gewinner des Tests gegen Altach war dennoch Stürmer Finnbogason, der an allen fünf Toren direkt beteiligt war. Er holte einen Elfmeter raus, verwandelte ihn selbst, legte zwei Treffer auf, war mit einem vorletzten Pass beteiligt und markierte auch en Schlusspunkt selbst. Nach 6 Testspielen bleibt Herrlich seinem Weg treu und hat für die kommende Woche einen hochkarätigen Test angesetzt. Es sollen noch 1-2 Spiele gegen sehr gute Gegner folgen. „Natürlich hätten wir gerne noch mal einen Test auf absolut höchstem Niveau, wo uns jemand vielleicht unsere Grenzen aufzeigt“,so Herrlich: „Aber das ist in der Corona-Phase nicht so einfach. Wir versuchen, daran zu arbeiten.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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