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Köln: Talente im Aufmarsch

Die Kölner sind eigentlich schon immer dafür bekannt gewesen, dass sie gerade in der Jugend sehr gute Arbeit leisten. Nun stehen mit Noah Katterbach (19), Jan Thielmann (18) und Ismail Jakob (21) schon wieder drei neue Youngsters vor ihrem Durchbruch bei den Profis. Immerhin dürfen sie schon mit den Profis trainieren und machen sich damit berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz in der Bundesliga.

Im Trainingslager in Donaueschingen sind es Sava Cestic (19), Jens Castrop (17), Robert Voloder (19) und Tim Lemperle (18), die alles daran setzen, bei den „Geißböcken“ doch noch den lang ersehnten Durchbruch zu schaffen. In einer Presserunde im Hotel „Öschberghof“ durften sich die vier Talente über ihre Chancen, Ziele und die Eindrücke äußern, die die Zeit bei den Profis für sie hinterlässt. Gleich drei von ihnen stammen dabei eigentlich aus Frankfurt und kennen sich schon seit vielen Jahren aus der gemeinsamen Zeit beim FSV, was das Ankommen in Köln natürlich entsprechend leicht gemacht hat. Jens Castrop ist mit seinen 17 Jahren der jüngste Kicker und stammt ursprünglich aus Düsseldorf.

„Es fühlt sich gut an, hier zu sein. Es ist zwar von der Belastung deutlich höher, als ich es bisher gewohnt bin. Alles geht einen Tick schneller, es ist körperbetonter“, so der Youngster, der sich in seinem Alter noch nicht herausnehmen möchte, irgendwelche Ansprüche zu stellen: „Der Druck ist deutlich höher als in der U19 oder in der U17, es ist immer noch etwas Nervosität dabei.“ Der gelernte Sechser will in erster Linie seine „Aggressivität und Dynamik“ einbringen und sieht sich selbst als „spielintelligent und einer, der ein Spiel gut lesen kann.“ Er merkt natürlich auch, dass er im Vergleich zu den Routiniers noch viel lernen muss, was er an Erfahrung noch nicht leisten kann.

Davon kann auch Sava Cestic ein Lied singen, auch wenn er zumindest in Sachen Körpergröße den meisten überlegen ist. Der Innenverteidiger ist 1,92 Meter groß und eine der großen Hoffnungen beim FC. Er ist mittleweile schon zum 2. Mal bei der Profi-Vorbereitung mit dabei. „Das macht entspannter“, so der Verteidiger, „wenn man nicht auf Druck alles beweisen muss.“ Cestics Blick bleibt allerdings ebenfalls noch eher bescheiden: „Ich mache mir jetzt keine Gedanken darüber, wie es ist, ins Stadion einzulaufen. Ich konzentriere mich auf das nächste Training, reflektiere das vorherige Training, frage mich, was ich besser machen kann. Da bleibt nicht viel Zeit, an große Ziele zu denken“, so der Nachwuchskicker, der trotzdem natürlich darauf vorbereitet wäre, endgültig den Sprung zu den Profis zu schaffen. Dennoch macht e sich auch schon Gedanken für den Fall, dass es nicht reicht: „Wenn es absehbar ist, dass mit dem Fußball nichts zu erreichen ist… Ich schließe nicht aus, dass ich ein Fernstudium beginne. Es ist schon vorteilhaft, wenn man auch etwas für den Kopf tut.“

Die Erkenntnis ist ihm auch gekommen, nachdem Spieler wie Thielmann, Jakobs oder Katterbach sich im Kader etablieren konnten: „Das wird im Nachwuchsbereich registriert und macht die Jungs noch heißer. Weil sie merken, was möglich ist, wenn man sieht, wie viele Spieler es sind, die es zuletzt geschafft haben.“ Gerade bei diesen sehr jungen Leuten hat der Fußball einfach einen enormen Stellenwert, was auch Jens Castrop mit einer Aussage unterstrich: „Wenn ich heute wüsste, dass ich in einem Jahr einen Kreuzbandriss erleide und nicht mehr Fußball spielen könnte, würde ich trotzdem das Jahr komplett durchziehen und dankbar sein für jede Minute, die ich auf dem Fußballplatz war.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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