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Freiburg: Konteranfälligkeit bleibt

Die Freiburger mussten im letzten Testspiel gegen die Karlsruher ein Kontergegentor hinnehmen. Das hat Trainer Christian Streich sicherlich nicht gefallen, denn das war auch das größte Problem, das sich durch die komplette letzte Saison gezogen hat. Allerdings konnte man aus der letzten Spielzeit auch einige positive Aspekte ausfindig machen, die man nun auf die kommende Saison übertragen möchte. 

Die Freiburger würden in der kommenden Saison gerne wieder in der oberen Tabellenhälfte mitmischen. Das ist in der abgelaufenen Saison gelungen, doch vor allem auch wegen der langen Unterbrechung durch Corona hat Christian Streich mit seinem Team alles noch einmal ganz genau unter die Lupe genommen. „Wir haben viele Sachen richtig gut gemacht, hatten aber auch richtig Defizite und in einigen Spielen Glück“,so der Coach, der ganz gezielt Schwächen ausfindig gemacht hat: „Wir haben zu viele Großchancen und Konter der Gegner zugelassen, da müssen wir echt dran arbeiten.“

Die Umsetzung ist bisher noch nicht so gut gelungen, denn beim 1:1 im Test gegen den KSC am Samstag war noch lange nicht alles so, wie man sich das im Breisgau vorstellt. Malik Batmaz konnte nach einer halben Stunde nach einem Konter die Führung für den KSC markieren. Nur zwei Minuten später hätte Dominik Kother nach einem weiteren Schnellangriff frei vor Mark Flekken nachlegen können, scheiterte aber am neuen Stammkeeper der Freiburger. Streich weiß natürlich, dass sich Konter vor allem in Spielen gegen schwächere Gegner nicht immer ganz vermeiden lassen: „Wir haben vorige Saison oft versucht, offensiv zu spielen. Wenn du versuchst, richtig vorwärts zu spielen, um dir Chancen zu erarbeiten und du spielst es aber nicht gut und sauber, hat ein starker Gegner eben manchmal innerhalb von 20, 30 Minuten sieben Torchancen“,so der Coach: „Das ist manchmal der Preis.“

Die Freiburger hatten in der abgelaufenen Spielzeit aber auch oft das Glück, dass die Gegner ihre guten Chancen einfach zu selten genutzt haben. „Wir hingegen hatten die Qualität vorne und waren oft effizient. Es sind ein paar günstige Dinge zusammengekommen“,so Streich: „Wenn wir nicht alles abarbeiten und fighten, wird es saumäßig schwierig für uns.“Am Ende wird nur der Kampf in der Bundesliga nicht reichen, die Freiburger haben in den letzten Jahren aber auch immer wieder bewiesen, dass sie durchaus einen guten Ball spielen können. „Fußballerisch, vor allem im Kurzpassspiel, haben wir uns deutlich verbessert“,so der 55-Jährige, der auch immer wieder von den Comback-Qualitäten seiner Jungs profitieren kann: „Immer wieder, auch wenn sie ausgespielt waren, sind die Jungs zurückgekommen. Der Gegner hat zwar öfter die erste Chance, aber nicht unbedingt die zweite im direkten Anschluss bekommen.“

Mit der Effizienz im Sturm, der Stärke bei Standards und einer verbesserten Defensive soll es dann in die neue Saison gehen, in der man die Leistung mit Platz 8 aus der abgelaufenen Saison gerne bestätigen würde. Das wird sicherlich nicht einfach, da man mit Spielern wie Alexander Schwolow, Luca Waldschmidt und Kapitän Mike Frantz einige Leistungsträger nicht mehr zur Verfügung haben wird. Mit Nils Petersen, Vincenzo Grifo und Co. hat Streich aber dennoch noch genügend Routiniers zur Hand.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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