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Dortmund: Kaderprobleme?

Die Dortmunder sind in diesen Tagen mit 31 Mann gleich auf 2 Trainingsplätzen aktiv. Man könnte nun meinen, dass die Dortmunder aus dem Vollen schöpfen können, allerdings ist eigentlich sogar das Gegenteil der Fall. Die Dortmunder haben alles andere als ein Luxusproblem. 

Die Dortmunder haben einige Spieler aus dem Nachwuchsbereich mit ins Trainingslager in der Schweiz genommen. Unter anderem sind Stefan Drljaca (vierter Torwart), Maximilian Hippe (Abwehr) sowie Taylan Duman und Immanuel Pherai (beide Mittelfeld) mit dabei und dürfen sich in der tropischen Hitze bei den Profis beweisen. Allerdings sieht bei allen die Chance auf ein dauerhaftes Engagement bei den Profis zumindest derzeit nicht gerade gut aus. 

Nnamdi Collins (Abwehr) und Ansgar Knauff (Mittelfeld) haben den Experten zufolgewohl bessere Perspektiven. Sie dürfen sich in Bad Ragaz zeigen und wenn es klappt, ist eine Karriere beim BVB nicht ausgeschlossen. Marius Wolf und Felix Passlack sind nach ihren Leihgeschäften zu Berlin und Fortuna Sittard wieder mit dabei, weil sie noch immer gültige Verträge in Dortmund haben. „Kein Problem, wenn die Beiden dabei sind“,so Sportdrektor Michael Zorc, „wir haben ja auch nicht zu viele Spieler.“Sowohl Wolf wie auch Passlack können den BVB aber auch in diesem Sommer schon wieder verlassen, wenn ein passendes Angebot reinkommt. 

Bis Weihnachten können vor allem für die Nationalspieler in gerade einmal 15 Wochen stolze 30 Spiele auf dem Plan stehen. Ein absolutes Wahnsinnsprogram, für das man einen möglichst breit aufgestellten Kader braucht, um dem einen oder anderen Profi auch mal eine Pause zu gönnen. Derweil müssen die Dortmunder immer noch auf unbestimmte Zeit ohne Marco Reus auskommen. „Durch die Verletzung von Marco Reus haben wir keinen übermäßigen Luxus an Topspielern“, so Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Hinzu kommt auch noch der Ausfall von Marcel Schmelzer. Der Routinier hat in letzter Zeit zwar ohnehin nicht viele Einsätze bekommen, allerdings kann er nun aufgrund einer Knie-OP ohnehin bis in den späten Herbst hinein nicht mitwirken. Die Dortmunder wollen hier wohl keinen Ersatz engagieren. Am 20. November steht dann noch der 16. Geburtstag von Youssoufa Moukoko auf dem Plan, der dann ebenfalls ein einsatzbereites Mitglied des Kaders wäre. 

Reus fällt wegen seiner Sehnenentzündung im Adduktorenbereich im schlimmsten Fall sogar noch mehrere Monate aus und bis er dann wieder an die alte Form zurückkommen kann, werden weitere Wochen und Monate vergehen. In Sachen Neuzugänge haben die Dortmunder nicht mehr als Meunier und Bellingham geplant. Meunier kam Ablösefrei von PSG, Jude Bellingham von Birmingham City hingegen hat den BVB immerhin stolze 25 Millionen an Ablöse gekostet. 

Es gilt ein Ausgabenstopp bei den Transfers, nachdem eine erste Berechnung der Finanzen nach Corona ein dickes Minus von rund 45 Millionen Euro für die abgelaufenen Saison ergeben hat. Nur falls man widererwartend noch einen Spieler teuer abgeben würde, hätte man neuen Spielraum für den einen oder anderen Transfer. 

Dabei muss man bedenken, dass alleine der Verkauf der rund 55.000 Dauerkarten im August schon 20 Millionen Euro in die Kassen gespült hätte und dann hätte eine Reise nach Asien noch rund 5-6 weitere Millionen eingebracht. Stattdessen bleibt man in diesem Sommer ohne Einnahmen. Jedes weitere Spiel ohne Fans im Stadion kostet den BVB erneut rund 3 Millionen Euro. Kein Wunder, dass man sich in Sachen Neuzugänge in diesem Sommer etwas zurückhält. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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