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Hoffenheim: Was wird aus Kaltenbach?

Die Hoffenheimer haben sich kurz vor dem Ende der Saison noch überraschend von ihrem Trainer Alfred Schreuder getrennt. Mit einem Interimstrio hat es die TSG dann tatsächlich noch auf Rang 6 und damit direkt in die Europa League geschafft. Matthias Kaltenbach, Marcel Rapp und Kai Herdling waren die Männer der Stunde im Kraichgau. Natürlich stehen die drei nun etwas mehr im Fokus, doch wie wird es z.B. mit Kaltenbach jetzt nach dieser Saison weitergehen? 

Matthias Kaltenbach ist bereits seit 2011 bei der TSG, hatte damals sein Vorstellungsgespräch bei Alexander Rosen, dem Chef des Hoffenheimer Nachwuchsleistungszentrums. Auf Empfehlung des damaligen U-19-Coaches Alfons Higl, gelangte er dann in den Kraichgau. So war er unter anderem auch unter Julian Nagelsmann als Assistent in der Jugend unterwegs. Genau dieser ermöglichte ihm dann letztendlich auch den finalen Sprung von den Junioren zu den Profis.

Nachdem Nagelsmann 2016 zum Cheftrainer der TSG wurde, wurde Kaltenbach kurzfristig Cheftrainer der U19, bevor er dann im Sommer zu Nagelsmanns Co-Trainer bei den Profis aufstieg. „Ich hätte mir früher nie vorstellen können, eines Tages in der Bundesliga zu arbeiten. Das ist für mich ein absoluter Traumjob“,so der eher zurückhaltende Kaltenbach, der selbst nie den finalen Sprung als Spieler zu den Profis des SC Freiburg schaffte. Schon als 18-Jähriger fixierte er sich eher in Richtung einer Trainerkarriere. 

Viel gesehen hat man von ihm nicht, doch selbst als Nagelsmann Richtung Leipzig abwanderte, blieb Kaltenbach der TSG erhalten und arbeitete fortan unter Schreuder. „Ich kann auch gut damit leben, in der zweiten Reihe zu stehen. Als Co-Trainer hat man einen anderen Zugang und Draht zu den Spielern, kann sich komplett auf die Inhalte konzentrieren und wird nicht abgelenkt von anderen Aufgaben oder medialen Terminen, das kostet schon viel Energie“,so Kaltenbach, „ich bin sehr froh, dass Alexander Rosen in unserer Interimszeit diesen Part übernommen hat.“

Besteht nun die Chance, dass er auch dauerhaft als Chef bei der TSG etabliert wird? „Ich strebe das nicht aktiv an“, so der derzeitige Coach, nachdem er für die letzten Spieltage rein inhaltlich natürlich alles mitbrachte, um die Profis gut einstellen zu können. Der mittlerweile 35-Jährige ist bei den Spielern sowohl als Ansprechpartner als auch als Übungsleiter sehr beliebt: „Ich bin auch in den Trainingsinhalten gerne kreativ und probiere neue Dinge und Übungen aus. Auch um neue Reize für die Spieler zu setzen.“ Dabei war besonders kurios, dass er gleich in seinem ersten Spiel als Verantwortlicher auf seinen ehemaligen Chef Julian Nagelsmann traf. Zwar verlor man gegen die Bullen mit 0:2, durch die folgenden Siege gegen Augsburg, Union und Dortmund schaffte man aber doch noch am letzten Spieltag die direkte Qualifikation für die Europa League. 

„Grundsätzlich macht es mir sehr viel Spaß, an der Linie aktiver zu coachen, Sitzungen und Ansprachen zu halten. Dass das so gut geklappt hat, erzeugt in mir ein gutes Gefühl und die Gewissheit, dass es möglich ist und ich auch das kann“,so Kaltenbach, der sich selbst nicht unbedingt als dauerhaften Cheftrainer sieht: „Ich strebe das nicht aktiv mit aller Macht an, aber man weiß ja nie, was im Fußball noch so alles passiert.“ Fakt ist, dass er definitiv noch eine höhere Trainerlizenz benötigt, die er in jedem Fall machen möchte: „Auf jeden Fall möchte ich sobald wie möglich meinen Fußballlehrer machen. Nicht um jederzeit Cheftrainer werden zu können, sondern eher für mich, um auch noch die höchste Lizenzstufe zu erreichen.“

Sein Vertrag bei der TSG wurde unabhängig davon bereits Anfang des Jahres bis 2023 verlängert. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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