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Bremen: Heidenheim vor der Brust

Der 1. FC Heidenheim könnte nach zwei weiteren Spielen erstmals in die Bundesliga aufsteigen. Dafür muss man aber in der Relegation die Bremer ausschalten. Die Nordlichter wissen natürlich, dass sie in dieser Partie die Favoriten sind, doch vor allem FCH-Trainer Frank Schmidt zeigt sich sehr optimistisch. 

Am Donnerstag geht es ab 20:30 Uhr zur Sache. Das Hinspiel der Relegation zwischen Heidenheim und Bremen steht an.„Die Favoritenrolle ist klar“,so Heidenheims Trainer Schmidt: „Wir müssen aber alles dafür tun, dass das in den zwei Spielen keine Rolle spielt.“Seit der Wiedereinführung der Relegation vor nunmehr elf Jahren konnte sich nur dreimal der Zweitligist durchsetzen und in die Bundesliga aufsteigen. „Werder Bremen wird uns nicht den Gefallen tun, dass sie uns nicht richtig wahrnehmen. Sie werden das Spiel ernst nehmen und die richtige Einstellung haben“,so Schmidt weiter: „Sie werden uns keine Sekunde unterschätzen.“

Theoretisch müssten die Bremer sowohl mental als auch in Sachen Form im Vorteil sein, denn die Nordlichter konnten das letzte Spiel mit 6:1 gewinnen, während Heidenheim mit 0:3 gegen Bielefeld nur davon profitierte, dass die Hamburger ihr Spiel gegen Sandhausen ebenfalls verloren und damit die Relegation verpasst haben. „Es sind zwei Spiele, die sich Bremen nicht gewünscht hat – wir schon“, so Schmidt, der aber auch nicht weiter auf das Spiel gegen Bielefeld eingehen wollte: „Es war ein kleiner Rückschritt, aber wir nehmen neu Anlauf. Wir haben in der Liga bis auf vier, fünf Spiele gezeigt, dass wir schwer zu besiegen sind und effektiv spielen können. Wir sind überzeugt von dem, was wir bisher gemacht haben. Jetzt ist es wichtig, uns auf die Aufgabe vorzubeiten und im Detail zu beschreiben, was wir tun müssen, um erfolgreich zu sein: Wo ist der Kopf? Wie breit ist die Brust? Welche Körpersprache zeigt man? Wie groß ist der Glaube? Es ist wichtig, dass wir alle gleich denken und alle gleich handeln.“

In der 2. Liga konnte der Außenseiter in erster Linie durch eine starke Defensive überzeugen. Mit gerade einmal 36 Gegentoren stellte man die zweitbeste Abwehr der kompletten Liga. Torwart Kevin Müller hielt 15 Mal die Null und hinzu kommt noch die Heimstärke, denn im heimischen Stadion holte man stolze 37 Punkte. In Bremen will sich der Zweitligist aber auch nach vorne etwas trauen, denn die Nordlichter haben gerade an der Weser in dieser Saison extrem viele Gegentore hinnehmen müssen. „69 Gegentore sind enorm. Wir sollten den Mut haben, uns nach vorne zu wagen und unsere Chancen mit Konsequenz und Entschlossenheit nutzen“,so Schmidt: „Wir wissen, was auf uns zukommt, wie Bremen zu Hause spielt. Sie werden mit enormen Druck versuchen, uns hintern reinzudrücken. Ihre Stärke ist ihre Variabilität. Wir müssen das bestätigen, was wir die meiste Zeit in der 2. Liga gezeigt haben. Wichtig ist, dass jeder auf Betriebstemperatur ist, wenn es losgeht.“ 

Dabei sind die Heidenheimer schon froh, dass sie mit ihren Mitteln überhaupt in diese Relegation gekommen sind. Ähnlich wie die Paderborner konnten sie eine überraschende Saison hinlegen und haben nun die Chance auf ein historisches Jahr in Deutschlands höchster Spielklasse. „Es ist Wahnsinn, es ist unglaublich. Die Bundesliga wäre der absolute Wahnsinn. Ich bin aber kein Träumer: Wir müssen über 180 Minuten gute Arbeit mit viel Leidenschaft absolvieren. Es wird richtig Alarm sein. Jeder wird dabei sein“,so Schmidt. Am Donnerstag werden die ersten Fragen schon beantwortet sein. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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