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Bremen: Joker sollen helfen

Die Bremer hoffen noch immer auf den Klassenerhalt. Im Endspurt der Saison sollen dabei morgen auch zwei Edeljoker helfen. Manager Frank Baumann findet derweil versöhnliche Worte für Milot Rashica, bestätigte aber dennoch so offensiv wie noch nie, dass der Angreifer die Nordlichter nach der Saison verlassen wird.

Für die Bremer zählt morgen einzig und allein ein Sieg gegen die Kölner, wenn man noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben möchte. Die Düsseldorfer hingegen müssen gegen Union Berlin verlieren. Bei einem Remis der Fortuna müssten die Bremer mit insgesamt 4 Toren Unterschied gewinnen, um die Relegation in trockene Tücher zu bringen. „Wir werden versuchen, das Spiel mit einer gewissen Balance anzugehen. Köln wird dagegenhalten, sich nicht überrollen lassen“, so Trainer Florian Kohfeldt.

So könnten also auch späte Tore sehr wichtig werden und dabei kommen immer wieder die Namen von Niclas Füllkrug und Claudio Pizarro ins Spiel. Gerade bei Füllkrug, der nach langer Verletzung wieder einsatzbereit ist, hatte Kohfeldt bis zuletzt mit dem Gedanken gespielt, ihn von Beginn an zu bringen. Nach insgesamt 9 Monaten Pause wäre ein Spiel über 90 Minuten aber vermutlich noch zu viel für den Angreifer. „Man könnte berechtigte Hoffnung haben, dass Niclas eine Halbzeit lang spielen kann, eventuell sogar 60 Minuten“, so Kohfeldt: „Das Momentum, ihn von der Bank zu bringen, wenn man noch Tore braucht, ist nicht zu vernachlässigen.“

Für die Schlussphase ist dann auch Pizarro immer eine Option, da er immer noch als Knipser gefragt ist. Bei einem Abstieg wäre es aber auch ein unrühmliches Ende der Karriere des mittlerweile 41-Jährigen: „Es gäbe nichts Schöneres, als wenn Claudio das Tor macht, das uns in die Relegation bringt“, so Kohfeldt: „Es wird keine Geschenke geben, weil es Claudios Abschied sein könnte. Er wird nur eingesetzt, wenn es sportlich sinnvoll ist. Das ist auch in seinem Sinne. Auch Claudio hat den Fokus darauf, die Relegation zu erreichen. Nicht darauf, dass es sein letztes Spiel sein könnte. Claudio wird seine Rolle in der Kabine einnehmen wie immer er wird den Druck ein bisschen weglächeln. Und daran erinnern, dass wir auch spielen müssen, nicht nur kämpfen, kratzen und beißen.“

Derweil ist es auch eigentlich beschlossene Sache, dass es das letzte Spiel für Milot Rashica bei den Nordlichtern wird. Erst einmal muss er nach seiner Sprunggelenksverletzung überhaupt einsatzbereit werden: „Milot hat großes Interesse daran, sich positiv zu verabschieden und dass ihn die Werder-Fans positiv in Erinnerung behalten“, so Manager Frank Baumann: „Dass Milot den nächsten Schritt gehen möchte, ist in Ordnung. Dass er Interesse geweckt hat, ist ganz normal. Und ich gehe sehr, sehr stark davon aus, dass wir uns zusammensetzen und eine Lösung finden werden.“ RB Leipzig ist derzeit nach dem Abgang von Timo Werner die logischste Alternative. Baumann stellte sich dennoch vor seinen Schützling, obwohl dieser in der Rückrunde keine große Hilfe war: „Milot beschäftigt seine Leistung in den letzten Wochen. Er ist einen Tick unzufrieden und zweifelt, weil er der Mannschaft offensiv nicht mehr so helfen konnte. Aber er hat sich defensiv sehr, sehr stark engagiert. Auch dadurch hatte er manchmal nicht mehr die Kraft und Konzentration, seine Stärken auszuspielen. Deshalb werde ich ihn bis zum letzten Tag in Schutz nehmen.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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