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Wolfsburg: Knoche geht nach 15 Jahren

Robin Knoche wird die Wolfsburger nach dem letzten Spiel der Saison nach insgesamt 15 Jahren verlassen. Die Vertragsverlängerung mit dem Verteidiger ist auf Dauer nicht gelungen und so wird er sich zeitnah eine neue Herausforderung suchen müssen. Fakt ist, dass er bisher noch keinen neuen Klub hat. „In meinem Herzen bleibe ich Wolfsburger“, so Knoche. 

 In der Startformation wird Knoche gegen die Bayern wohl nicht stehen. Für die Wolfsburger geht es am letzten Spieltag immerhin noch voll um die direkte Qualifikation zur Europa League. Dabei hatten die Wölfe in den letzten Wochen immer wieder Probleme mit der Abwehr, doch Trainer Oliver Glasner machte schnell klar, dass er dennoch weiter auf sein gesetztes Personal zurückgreifen wird. Folglich wird Knoche aller Voraussicht nach wieder auf der Bank Platz nehmen müssen. Traurig, wenn man bedenkt, dass er nun schon seit stolzen 15 Jahren bei den Wölfen unter Vertrag steht. 

„Das ist für mich besonders schmerzhaft“,so der mittlerweile 28-Jäährige:  „Ich hätte mich gerne bei den Zuschauern für die Unterstützung in den 15 Jahren bedankt. Aber das möchte ich unbedingt nachholen.“ Das wird aufgrund der Corona-Krise so oder so nicht der Fall sein, allerdings will der VfL ihm nachträglich natürlich noch die Chance dazu einräumen:„Wir werden das sicher irgendwann in einem für Robin würdigen Rahmen nachholen“, so Sportdirektor Marcel Schäfer, der selbst noch einige Jahre mit Knoche gespielt hat. Fraglich ist noch, ob es schon am Samstag eine symbolische Geste geben wird. 

Sein Debüt in der Bundesliga gab Knoche im Jahr 2011 beim 1:4 gegen die Gladbacher. Er wurde für den Meisterkapitän Josué eingewechselt und absolvierte seitdem 182 Bundesligaspiele für die Wölfe. Lediglich Maximilian Arnold (220 Spiele), Schäfer (256) und Ex-Torwart Diego Benaglio (259) haben noch mehr Spiele für die Niedersachsen absolviert. Kein Wunder, dass Knoche viele Erinnerungen mit den vergangenen Jahren verknüpft.„Ich habe gerade meine erste Autogrammkarte gefunden, die haben wir damals in der U 14 bekommen“,so der gebürtige Braunschweiger: „Da hatte ich das erste Mal das Gefühl, näher dran zu sein an den Profis. In der U 15 war ich Balljunge, stand 2006 vor dem Kaiserslautern-Block, als Cedrick Makiadi den VfL rettete. Mit der U 17 sind wir Staffelmeister in der Bundesliga Nord/Nordost geworden, die ganze Mannschaft hat sich die Haare grün-weiß gefärbt.“

Als die Wölfe 2009 deutscher Meister wurden, saß Knoche noch als Fan auf der Tribüne:  „Ich habe gesehen, wie die Schale überreicht wurde. Gänsehaut“,so der Verteidiger, der sich so sehr als Wolfsburger fühlt, dass er sich durchaus vorstellen kann, nach der Saison in einer anderen Funktion beim Verein zu arbeiten:„Ich komme aus der Region, das wird auch später mein Lebensmittelpunkt sein. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. In meinem Herzen bleibe ich Wolfsburger.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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