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Bremen: Baumann weiter optimistisch

Die Bremer hatten sich gefreut, dass wenigstens die Leipziger ihrer Pflicht nachkommen und den Düsseldorfern eine Niederlage einschenken. Doch daraus wurde nichts, denn die Fortuna erzielte noch in der Nachspielzeit den wichtigen Ausgleich. Gleichzeitig konnten die Mainzer in Dortmund gewinnen, während die Bremer ihr Spiel gegen die Bayern unglücklich verloren haben. Die Situation rund um die Nordlichter wird zwei Spieltage vor dem Ende der Saison nun richtig brisant. 

Am Mittwochabend saß auch Werder-Manager Frank Baumann vor dem Fernseher und wollte nicht recht glauben, was er dort zu sehen bekam. Dass die Mainzer in Dortmund gewinnen werden, war zeitnah klar, doch dass die Leipziger eine 2:0-Führung gegen Düsseldorf noch aus der Hand geben, war wirklich nicht absehbar. Zwischenzeitlich sind die Bremer aufgrund des Torverhältnisses sogar auf den Relegationsplatz vorgerückt. Mit dem Punkt haben die Bremer nun aber wieder genau diesen Punkt Rückstand und damit die schlechtesten Karten im Abstiegskampf. „Natürlich war das kein guter Abend für uns“, so Baumann, der natürlich weiterhin an die eigene Stärke glauben möchte: „Wir liegen zwei Spieltage vor Schluss einen Punkt zurück. Das ist aufzuholen. Und wir haben immer gesagt: Es geht bis zum letzten Spieltag oder eben über die Relegation.“

Am kommenden Samstag steht für die Werderaner das wohl entscheidende Spiel gegen die Mainzer an. Wenn man hier verliert und Düsseldorf gegen Augsburg gewinnt, wäre der zweite Abstieg nach 1980 schon einen Spieltag vor Ende der Saison besiegelt. „An unserer Ausgangsposition hat sich damit erst einmal aber nichts geändert“, so Baumann: „Es war so oder so klar, dass wir in Mainz gewinnen müssen.Auch Düsseldorf steht unter Druck.“ 

Wenn man allerdings gewinnt, muss die Fortuna nachziehen, um es dann am letzten Spieltag noch selbst in der Hand zu haben. Die Situation hätten die Bremer natürlich selbst sehr gerne. „Wir waren ja schon öfter abgeschrieben. Aber die Mannschaft hat immer wieder gezeigt, dass sie dem Druck standhalten kann“, so Baumann, der damit vor allem auf das starke 5:1 gegen Paderborn meinte, als man sich mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sah.  Gleiches gilt auch für den 1:0-Sieg gegen Freiburg, nachdem man zuvor eine 1:4-Klatsche gegen Leverkusen hinnehmen musste.

Bremens einstiger Manager und Aufsichtsratschef Willi Lemke sagte NDR-Podcast auch, dass der Auftritt des BVB gegen Mainz nicht wirklich von der feinen Art war:„Dortmund hat gespielt, als wenn sie sich gesagt hätten: Ist doch kein Problem, wenn wir nicht 100 Prozent liefern.“Baumann hielt sich bei diesem Thema eher bedeckt: „Dass es in der Endphase einer Saison vermehrt zu überraschenden Ergebnissen kommt, ist nicht ungewöhnlich. Gerade wenn es für manche Teams noch um alles geht und andere nicht mehr die ganz großen Ziele verfolgen müssen.“Fakt ist, dass die Bremer am letzten Spieltag eine ähnliche Situation haben könnten, denn es geht gegen die Kölner, für die es dann mutmaßlich um nichts mehr gehen wird. Voraussetzung dafür wäre natürlich erst einmal der herbeigesehnte Dreier gegen die Mainzer am Samstag. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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