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Leipzig: Werner macht den Abflug

Nach insgesamt 4 Jahren bei RB Leipzig nimmt Timo Werner nun den nächsten Schritt in seiner Karriere. Den Nationalstürmer zieht es auf die Insel zum FC Chelsea, wie schon seit einiger Zeit vermutet wurde. Nun ist der Wechsel in trockenen Tüchern und damit steht auch fest, dass Werner im August nicht für die Leipziger in der Champions League antreten wird. 

Sportdirektor Markus Krösche bestätigte in einer Medienrunde den offiziellen Wechsel seines Schützlings: „Es ist die Entscheidung von Timo, die wir so akzeptieren und respektieren müssen“, so der Verantwortliche. So müssen sie auch akzeptieren, dass Werner sich schon im Sommer mit seinem neuen Klub auf die neue Saison vorbereiten will, während Leipzig noch in der Champions League um den Titel kämpfen wird, wo die Bullen bereits im Viertelfinale stehen. Für Chelsea steht derweil noch das Rückspiel im Achtelfinale gegen die Bayern an. Das Hinspiel konnten die Münchner mit 3:0 klar für sich entscheiden.  

Damit ist aber auch klar, dass Werner für seinen neuen Klub in der aktuellen Saison noch nicht spielberechtigt ist, was die UEFA entsprechend gestern schon entschieden hat. Die Frage wäre noch gewesen, ob die Blues eventuell bereit gewesen wären, Werner noch für die Königsklasse für Leipzig auflaufen zu lassen, doch dadurch, dass Werner sich bereits für seinen neuen Klub entschieden hat, muss darüber überhaupt nicht diskutiert werden. 

In London hat der Angreifer nun einen Kontrakt über die kommenden 5 Jahre unterschrieben und wird pro Woche rund 190.000 Euro verdienen und damit gleichzeitig auch zum Topverdiener aufsteigen. RB hingegen kassierte die fixe Ablösesumme von 50 Millionen euro, wobei davon auch gleich rund 4 Millionen an Werners Ex-Klub, den VfB Stuttgart gehen werden. Zu einem großen Teil will Leipzig die Millionen direkt wieder in den eigenen Kader stecken: „Wir können nicht die ganzen Einnahmen investieren. Wir müssen extrem auf das Geld achten und haushalten“,so Krösche, der aber auch weiß, dass man durch die Corona-Krise ein paar finanzielle Löcher zu stopfen hat. 

Ein Wunschkandidat für die offene Stelle im Sturm wäre z.B Milo Rashica von Werder Bremen, der bei einem möglichen Abstieg der Grün-Weißen sogar für schlanke 15 Millionen Euro den Verein wechseln könnte. „Sportlich ist Timos Weggang ohne Frage ein Verlust. Er hat großen Anteil, dass wir die letzten Jahre so erfolgreich waren und den Weg so gehen konnten“,so Krösche weiter. Nach Naby Keitas Wechsel zum FC Liverpool für rund 60 Millionen Euro ist Werner damit der zweitteuerste Verkauf der Leipziger überhaupt. Eingekauft hatte man Werner vor 4 Jahren für 10 Millionen vom VfB Stuttgart, doch danach wurden auch noch rund 4 Millionen Euro an Bonuszahlungen fällig. 

Dabei könnte es nicht der letzte Leistungsträger gewesen sein, den die Leipziger in diesem Sommer verlieren werden. Unter anderem steht auch Dayot Upamecano auf der Liste der möglichen Abhänge, denn er hat eine festgeschriebene Ablöse von rund 60 Millionen Euro in seinem Vertrag stehen und schon den einen oder anderen Interessenten auf sich aufmerksam gemacht. Das Problem ist, dass der Verteidiger im nächsten Jahr umsonst wechseln könnte, was Krösche natürlich dringend verhindern will. Wenn es keinen Käufer gibt, soll er nach Möglichkeit seinen Vertrag verlängern. Ähnlich wurde auch schon mit Werner verfahren. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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