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Mainz: 2018-Comeback?

Die Mainzer haben mit den Dortmundern unter der Woche eine echte Herkules-Aufgabe zu lösen. Dabei würden sie nur zu gern an die Leistung aus 2018 anknüpfen. Das wirkliche Endspiel steht dann aber am Wochenende mit der Partie gegen Bremen an, doch davon wollte Sportvorstand Rouven Schröder noch nicht viel wissen. 

Es war der 5. Mai 2018. Ein Spieltag, den in Mainz wohl so schnell niemand vergessen wird, denn die meisten gingen damals davon aus, dass man über die Saison hinaus in der Relegation den Klassenerhalt perfekt machen müsse. Zwei der drei letzten Gegner war die Dortmunder und die Leipziger, gegen die man sich nicht viel ausgerechnet hatte. Aktuell ist die Situation wieder sehr ähnlich, denn es geht gegen die Leverkusener und erneut gegen den BVB. Schaffen es die 05er wieder mit Überraschungen zu überzeugen? 

„Es ist elementar wichtig, sich das noch einmal vor Augen zu führen“,so der Sportvorstand einen Tag vor dem Spiel gegen Dortmund. Damals schaffte man ein starkes 2:1 und machte den Verbleib in der Liga perfekt, nachdem man in der Vorwoche schon mit einem 3:0 gegen Leipzig brillieren konnte. Durch die ähnliche Konstellation in diesem Jahr ist es kein Wunder, dass vermehrt Fragen zum damaligen Mini-Wunder aufkommen. „Positive Bilder erzeugen einiges“,so Schröder, der aber auch weiß, „dass es eine andere Saison war, ein anderer Trainer, eine andere Mannschaft. Aber: Wir haben in Dortmund gewonnen.“Gleichzeitig legt er alles daran zu verhindern, dass jetzt schon alle an das vorentscheidende Spiel gegen die Bremer am Wochenende denken:„Es wäre absolut unprofessionell, jetzt an Bremen zu denken.“

So ganz darf man das Duell aber nicht aus den Augen verlieren, denn unter anderem hat man mit Leandro Barreiro, Jeffrey Bruma und Jean-Paul Boetius gleich drei wichtige Spieler in den eigenen Reihen, die bei vier gelben Karten stehen und damit bei einer weiteren Verwarnung nicht zur Verfügung stehen würden. Immerhin werden die Mainzer kurz an die Bremer denken, wenn sie heute Abend gemeinsam das Spiel gegen die Bayern verfolgen werden, doch dann war es das auch wieder. „Das kann nicht funktionieren. Das verbietet sich vom Grundkodex her. Alle Gedankengänge sind beim Spiel in Dortmund“,so der Verantwortliche weiter. 

Im Spiel gegen den BVB muss Trainer Achim Beierlorzer einen Ersatz für Taiwo Awoniyi finden, der bei seinem schweren Zusammenprall im Spiel gegen die Augsburger eine heftige Gehirnerschütterung davongetragen hat. Der Leihgabe vom FC Liverpool geht es zwar wieder verhältnismäßig gut, eine Alternative für den Kader ist er aber selbstverständlich noch nicht. Hinzu kommt wohl auch, dass er gegen Dortmund nicht wie gegen die Augsburger ein relativ offensives 4-2-3-1 System spielen lassen wird. Vielmehr ist dabei mit einer defensiven Fünferkette zu rechnen. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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