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Bayern: Müller schüttet Öl ins Feuer

Hansi Flick war mit dem Auftritt im Halbfinale des DFB-Pokals gegen die Eintracht aus Frankfurt wohl mehr als zufrieden, denn er verteilte nach der Partie gleich ein Riesenkompliment an seine Truppe. Kein Lob hatte er derweil für den DFB übrig. Derweil meldete sich auch Thomas Müller zu Wort, der sich aber nicht nur zum Spiel äußern wollte. 

Mit dem Finaleinzug haben die Bayern gleich mehrere Rekorde gebrochen. Hansi Flick konnte mit insgesamt 24 Siegen aus den ersten 27 Partien als Bayern-Coach sogar Pep Guardiolas Statistik einholen, während Thomas Müller nun der Spieler mit den meisten Siegen im DFB-Pokal ist. Zumindest gab es einen internen Vereinsrekord mit dem dritten Finaleinzug in Folge. Trotz der Lobesrede von Flick wurde gerade bei Müllers Interview auch klar, dass beim Rekordmeister derweil auch nicht alles harmonisch verläuft. Er fand das Spiel an sich nicht wirklich gut und wurde dann auch noch zu einem möglichen Transfer von Kai Havertz befragt. Er lobte ihn als sehr guten Spieler und eines der größten Talente in Europa, „aber ich habe leider keinen Einblick in den Finanzbereich von Herrn Dreeßen (Bayern-Finanzvorstand, d.Red.) und den Sportdirektorenbereich. Also weiß ich jetzt nicht, welche Budgets vergeben werden können in den aktuellen Zeiten.“

Bis dato noch kein großer Aufreger, doch dann legte Müller noch einmal nach: „Es ist auch ein bisschen paradox“, sagte er, „wenn man immer über Neuzugänge spricht und gleichzeitig Gehälter eingespart werden.“ Natürlich haben auch die Bayern im Rahmen der Corona-Krise auf den einen oder anderen Euro an Gehalt verzichtet. Flick war derweil nicht wirklich erfreut darüber, dass das Spiel im Pokal an einem Mittwoch stattfand: „Ich diskutiere die Spielansetzung normalerweise wenig, weil man da eh nichts tun kann“, so der Coach gegenüber der ARD: „Man hätte ein Pokal-Halbfinale auch nach der Liga spielen können, ähnlich wie die Champions League. So hätte man sich komplett auf die Bundesliga konzentrieren können. Das habe ich intern von Anfang an gesagt, aber leider ist beim DFB niemand auf die Idee gekommen, das umzusetzen.“ Nach dem schweren Spiel gegen Leverkusen und dem Halbfinale wartet nun am Samstag gegen Gladbach der nächste Kracher. Für die Bayern nicht optimal, aber Flick zeigte sich versöhnlich: „Das sind Dinge, die sind jetzt vorbei. Wir akzeptieren es so, wie es kommt.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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