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Bremen: Kohfeldt hofft weiter

Bremens Trainer Florian Kohfeldt weiß natürlich, wie wichtig das anstehende Spiel gegen den SC Paderborn ist. „Wir müssen wir nicht groß philosophieren. Es ist eine hochdramatische Phase für den ganzen Verein.“ Da kann wohl niemand so wirklich widersprechen und auch Frank Baumann legte noch etwas nach: “Es ist das allerwichtigste Spiel, das wir uns vorstellen können. Zugleich ist es aber auch eine Chance, unsere Situation zu verbessern. So werden wir die Partie angehen“, so der Manager. 

Natürlich wollen beide Parteien 4 Spieltage vor dem Ende der Saison noch nicht von einem Endspiel reden, aber es kommt der Sache schon relativ nahe: „Der sehr, sehr hohe Druck ergibt sich doch von ganz alleine“, so Baumann, „den brauchen wir nicht noch zu erhöhen. Auch nach Paderborn sind noch neun Punkte zu vergeben. Was sollten wir der Mannschaft dann erzählen?“ Folglich ziehen Baumann und Kohfeldt ihre Linie wie bereits die ganze Saison weiter durch. Doch wie werden die Spieler reagieren? Denn langsam merkt jeder, dass es auf der Zielgeraden richtig eng zu Werdern droht. 

Nach dem Spiel gegen Paderborn werden viele schlauer sein. Eine schwere Aufgabe wird dabei sein, die bis dato eher tote Offensive noch einmal zu beleben denn ohne Tore gibt es auch keine Siege. „Wir müssen eine Selbstverständlichkeit reinbringen“, so Kohfeldt, der voraussetzt, dass seine Spieler alle einstudierten Abläufe verinnerlichen und dann auch entsprechend abrufen können, wenn es drauf ankommt. Es kommt dabei noch hinzu, dass gleich zwei wichtige Leistungsträger noch nicht bestätigt werden konnten. Milot Rashica (Sprunggelenk) und Leo Bittencourt (Hüftprellung) konnten nicht komplett mit den anderen trainieren, was auch für Pizarro gilt, der an einer Muskelverletzung laboriert. Der 41-Jährige soll aber weiterhin als feste mentale Stütze im Kader bleiben, wenn er rechtzeitig git wird. Definitiv mit dabei sein wird Niclas Füllkrug, der mit einem Kreuzbandriss insgesamt 8 Monate lang nicht zur Verfügung stand. „Niclas hatte in den letzten fünf Wochen einen sehr soliden Aufbau. Es geht für ihn nicht von null auf 100. Wir würden auch jetzt niemals die Gesundheit eines Spielers riskieren, wenn wir Anzeichen hätten, dass er noch nicht so weit ist. Wir gehen bei ihm definitiv kein erhöhtes Risiko ein“, so Kohfeldt: “Niclas deutet im Training an, dass er fußballerisch sehr wenig verloren hat. Er ist im Kombinationsspiel gut dabei, torgefährlich, lebt auch gegen den Ball seine Aggressivität wieder voll aus. Über einen gewissen Zeitraum kann er schon wieder seine volle Stärke auf den Platz bringen.“

Stürmer Martin Harnik, der aktuell noch von den Bremern an den HSV verliehen ist, war ebenfalls ein Thema auf der Pressekonferenz. Dessen Vertrag endet laut Baumann offiziell am 30. Juni. Fakt ist aber, dass Harnik bei einer potenziellen Relegation mit dem HSV mitwirken dürfte, selbst wenn es dann gegen die Bremer gehen könnte. 

Kategorie: Bundesliga, Ligue 1 Tags: ,
 
 

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