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Hoffenheim: Bringt Dabbur die Wende?

Morgen spielen die Hoffenheimer gegen die Kölner. Bei der TSG wartet man mittlerweile schon seit dem 1. Februar auf einen Sieg in der Bundesliga. Kein Wunder, dass die Anspannung schon fast greifbar ist, denn noch ist die Chance auf die Europa League vorhanden.

Die Chancenverwertung ist dabei das größte Problem der Hoffenheimer, denn in den letzten beiden Spielen hatte man insgesamt immerhin 16 gute Torchancen. Letztendlich sprang aber in den Spielen gegen die Hertha (0:3) und gegen Paderborn (1:1) nur ein magerer Treffer heraus. Für Trainer Alfred Schreuder zieht sich diese Problematik schon durch die komplette Saison. „Das Einzige, was wir verbessern müssen, sind die Ergebnisse. Daran arbeiten wir, sehr akribisch und selbstkritisch“, so Schreuder, der natürlich auch bemerkt, dass es um den Verein herum immer mehr brodelt, vor allem wenn keine Siege folgen sollten: „Ich kann das verstehen, die Fans haben auch das Recht dazu, aber wir sind auch nicht zufrieden. Es ist auch nicht meine Art, nach den Spielen alles schönzureden. Ich spreche alles an, was nicht gut gelaufen ist. Aber man kann dieser Mannschaft nicht den Vorwurf machen, dass sie nicht hart arbeitet, keine Chancen herausspielt und nicht diszipliniert trainiert und spielt.“

Auch die Spieler selbst werden wohl immer unzufriedener, wollen den Erfolg erzwingen und das nimmt die nötige Leichtigkeit aus den Köpfen und aus dem Spiel der Kraichgauer. „Die Jungs werden sich weiter entwickeln, die Bälle werden auch wieder reingehen“, so Schreuder über seine Spieler, allerdings fand er auch klare Worte: „Es wird Zeit, dass wir uns belohnen gegen Köln. Schöner Fußball muss irgendwann auch erfolgreicher Fußball werden. Ich habe das Vertrauen in die Jungs. Die Qualität ist da, daran muss man nicht zweifeln.“

Munas Dabbur war in seiner Karriere bereits Torschützenkönig in der Schweiz und in Österreich und soll nun im Endspurt der Saison wieder eine tragende Säule bei der TSG werden. Fakt ist aber auch, dass der zuletzt verletzte Angreifer in der Bundesliga noch kein Tor erzielen konnte. „Dabbur kann jetzt vielleicht noch früher reinkommen oder sogar anfangen“, so sein Trainer, „Munas ist sehr stabil und hat mehr Erfahrung, er ist sofort voll da, wenn er auf dem Platz steht, zudem kann er die Bälle in den Halbräumen festmachen.“

Kölns Trainer Markus Gisdol kennt Hoffenheim natürlich sehr gut, da er selbst schon als Trainer der TSG aktiv war. Die Geißböcke spielen ohnehin eine unerwartet starke Saison, nachdem der Start gründlich in die Hose gegangen ist. Es wird für die die Hoffenheimer jedenfalls kein Kinderspiel. „Persönlich kenne ich ihn nicht so gut. Wir haben uns einige Male gesehen, damals in den Spielen gegen den HSV, als ich noch Co-Trainer bei Julian Nagelsmann war“, so Schreuder. Mit einem Sieg könnte der FC sogar an der TSG vorbeiziehen. „Ich finde, er macht seinen Job bei Köln extrem gut“, lobt Schreuder, „der Verein ist wieder richtig in Fahrt gekommen. Er hat sie wieder nach oben geführt, und sie haben ihre großes Ziel fast schon erreicht. Mit Uth und Cordoba haben sie eine starke Doppel-Maschine vorne und mit Jonas Hector einen sehr dominanten Spieler im Mittelfeld. Für mich einer der am meisten unterschätzten Spieler in Deutschland, ein sehr intelligenter Linksfuß, er spielt eine sehr wichtige Rolle in Köln. Diese drei sind schon Topspieler in der Bundesliga.“

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