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Mainz muss liefern

Mit dem 0:5 gegen die Leipziger waren die Mainzer am Wochenende sogar noch halbwegs gut bedient. Langsam wird es eng für die 05er, denn die Düsseldorfer waren zwischenzeitlich mit ihrer 2:0-Führung gegen Köln bis auf einen Punkt an sie herangerückt. Ein echter Glücksfall, dass die Geißböcke noch den Ausgleich schaffen konnten. Dennoch sollte diese Situation gezeigt haben, dass es an der Zeit ist, wieder eigene Punkte einzufahren, wenn man nicht doch noch mitten in den Abstiegsstrudel rutschen möchte.

Morgen geht es nun gegen Union Berlin. Kein Wunder, dass diese Partie für beide Truppen eine immens große Bedeutung hat. „Jedes der letzten Spiele ist elementar wichtig, morgen können wir wieder eine positive Stimmung erzeugen“, so Sportvorstand Rouven Schröder, der aber froh darüber ist, dass die Pause zwischen den Spielen nicht so lang ist: „Es ist perfekt, nach Leipzig wieder so schnell ein Spiel spielen zu können. Die Antennen sind draußen, jeder weiß worum es geht.“

Trainer Achim Beierlorzer geht davon aus, dass seine Defensive in diesem Spiel eine bessere Leistung zeigen wird, als zuletzt gegen Leipzig: „Jeder einzelne muss da seinen Beitrag fürs Kollektiv leisten und die Abstände eng halten. Wir sehen da einen absoluten Handlungsbedarf, 60 Gegentore sind viel zu viel“, so der Coach: „Nach der Niederlage gegen RB ist die Mannschaft in sich gegangen, nimmt es ernst und ist sich der Situation bewusst. Der Teamgedanke ist völlig okay. Vor dem 0:3 sprinten acht Spieler zurück und klären die Situation zweimal, bevor dann das Tor fällt.“

Die Berliner werden es den Mainzern aber alles andere als leicht machen, denn sie sind im Moment ganz besonders unangenehm zu spielen. „Union macht ein geradliniges Spiel aus, sie sind unheimlich willig auf die zweiten Bällen, es rücken viele Spieler nach. Außerdem haben sie ein absolutes Topkonzept in der Fünferkette, da können sie Beton anrühren“, so der Coach weiter: „Dazu kommt noch die Stärke bei Standards und bei Flanken von den Halbpositionen und den Außenbahnen, das ist ein klares Konstrukt. Wir wollen einen gezielten Spielaufbau und mit Tiefgängen die letzte Kette bedrängen. Dazu müssen wir die Zweikämpfe um den zweiten Ball annehmen, dabei eine bessere Quote haben als gegen Leipzig und aus Ballgewinnen schnell und variabel nach vorne spielen.“

Beierlorzer betonte aber auch, dass es aufgrund von einigen Blessuren und der harten Belastung aufgrund der kurzen Pause zu einigen Wechseln kommen könnte: „Wir denken intensiv über die Rotation nach und brauchen frische Spieler.“ Immerhin sollten bis morgen alle Akteure einsatzbereit sein. In Sachen Statistik können die Mainzer positiv auf die Partie blicken, denn sie haben nur eines der letzten 10 Spiele gegen einen Aufsteiger verloren. Das Hinspiel musste man aber mit 2:3 an Union geben.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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