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Köln: Geschlossenheit fehlt

Die Kölner konnten relativ schnell und gut einordnen, was ihnen da am Sonntag widerfahren ist. Trainer Markus Gisdol sollte nun wissen, auf was es im Endspurt der Saison ankommen wird. Nun hat er einige Tage Zeit, bevor es gegen die Düsseldorfer erneut zur Sache gehen wird.

In der Pause haben viele beim FC schon von Europa geträumt, da die Tabelle das durchaus hergegeben hat. Die Leistung im Spiel gegen die Mainzer dürfte den einen oder anderen nun wieder auf den Boden der Tatsachen geholt haben. „Niemand wusste nach der langen Pause, wo er genau steht. Ohne Zuschauer zu spielen, hat es besonders schwierig gemacht. Dennoch haben beide Teams ihr Bestes gegeben. Es war ein intensives und gutes Fußballspiel. Darauf lässt sich aufbauen. Von daher kann ich auch mit der Punkteteilung leben“, so Geschäftsführer Horst Heldt.

Trainer Markus Gisdol war da ganz ähnlicher Meinung: „Wir wissen, wo wir herkommen. Deswegen sollten wir so demütig sein, dass uns ein Punkt gegen Mainz ein gutes Gefühl gibt – auch wenn wir gerne gewonnen hätten. Wir haben das Spiel nicht gut genug kontrolliert und haben unserem Gegner zu viel Raum gegeben. Aber es ist auch nicht einfach nach so einer langen Pause. Die Jungs haben alles gegeben. Mit dem Punkt können wir ganz gut leben.“ Vor dem Spiel gegen Düsseldorf muss vor allem an der Handlungsschnelligkeit gearbeitet werden. Die Abwehr schien hin und wieder noch nicht ganz bei der Sache gewesen zu sein und hinzu kam noch ein riskantes Passspiel, das zu einigen schlimmen Ballverlusten im Aufbau führte.

Die Geschlossenheit, die eigentlich zu den Stärken des FC gehört, stimmte beim Restart einfach nicht. Zu oft taten sich für die Mainzer zwischen den Reihen große Räume auf. Vor allem die Außenverteidiger in der Viererkette rund um Noah Katterbach waren oftmals überfordert. Die Kompaktheit soll im Training angegriffen werden, denn nur so funktioniert das angestrebte Konterspiel über die Stoßstürmer Uth und Cordoba. Gegen Mainz passierte hier nicht viel und so war es am Ende kein Wunder, dass selbst der Vorsprung von 2:0 nicht für einen Sieg reichte. Mit dem Punkt kann man nun zwar gut leben, da man einen Konkurrent auf Distanz gehalten hat, doch die Träume von Europa muss man wohl zumindest vorübergehend beerdigen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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