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Gladbach: Restart-Pressekonferenz

Heute gab es eine virtuelle Pressekonferenz Gladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers und Sportdirektor Max Eberl, die auf einige Fragen der zugeschalteten Journalisten eingingen. In erster Linie ging es dabei erneut um die finanzielle Lage aufgrund der Corona-Krise aber auch um die Kaderplanung und den gesundheitlichen Zustand von Denis Zakaria, der am Knie operiert wurde.

Stephan Schippers ist bei den Gladbachern für die Zahlen zuständig. Heute gab der Geschäftsführer dann wieder einmal einen Einblick in die derzeitige Situation der Fohlen. Natürlich haben sie wie alle Vereine noch immer mit den fehlenden Einnahmen zu kämpfen. „Schon heute können wir als Aufwand einen Betrag in Höhe von 10 bis 13 Millionen Euro verbuchen. Durch die fehlenden Zuschauereinnahmen, ausgefallene Veranstaltungen im Borussia-Park oder andere Bereiche wie Catering usw“, so der Verantwortliche.

Immerhin ist der Saisonabbruch mittlerweile vom Tisch, der weitere finanzielle Probleme aufgeworfen hätte. „Die letzte Fernseh-Rate würde für uns 22 Millionen Euro betragen. Davon wurden bis jetzt drei Millionen Euro überwiesen, für jedes Spiel bekommen wir dann einen weiteren Teilbetrag. Sollten die Begegnungen also nicht mehr gespielt werden können, lässt sich leicht ausrechnen, wieviel Geld bei einem Saisonabbruch im Bereich der TV-Gelder fehlt“, so Schippers, der aber auch bestätigen konnte, dass die Krise die Fohlen nicht vor Existenzängste stellt, auch wenn die Lage natürlich belastend ist. In den letzten Jahren wurde in Mönchengladbach sehr gut gewirtschaftet, sodass man nun auf einige Rücklagen zurückgreifen kann.

In diese Planungen hinein greift auch die Suche nach einem neuen Hauptsponsor. „Ich bin nach wie vor optimistisch, dass die Brust nicht freibleiben wird in der neuen Saison. Wir sind in guten Gesprächen“, so Schippers. Derweil stand Max Eberl zu sportlichen Fragen Rede und Antwort, denn immerhin geht es in wenigen Tagen mit der Saison weiter. „Über die Nachricht aus der Politik, wieder spielen zu dürfen, haben wir uns sehr gefreut. Schön, dass unser von der DFL und der Task Force erstelltes Konzept als gut bewertet wurde. Seit der vergangenen Woche befinden wir uns deshalb auch wieder im Mannschaftstraining. Erfreulicherweise wurden die bei uns zu Beginn schwach positiv getesteten Personen anschließend zweimal negativ getestet, sodass jetzt alles im Reinen ist und wir heute unser Quarantäne-Quartier beziehen können. Heute erst, weil wir mit unserem Spiel in Frankfurt die ganze Zeit über auf Sonntag terminiert waren, aber dann im Tausch mit dem Spiel Union Berlin gegen FC Bayern auf Samstag vorverlegt wurden. Heute Morgen wurde bei uns außerdem die vierte Testreihe durchgeführt“, so der Sportdirektor.

Dabei zwingen die Gladbacher ihre Profis nicht zu spielen. Die Kicker konnten immer frei entscheiden, ob sie das Risiko des Mannschaftstrainings selbst verantworten können. Derweil laufen im Hintergrund natürlich schon längst die Kaderplanungen für die kommende Saison, aber auch schon darüber hinaus. „Wir müssen da natürlich genau die Reihenfolge beachten. Als Erstes geht es darum, wieder spielen zu können. Jetzt hoffen wir, die restlichen neun Spieltage in den nächsten sechs Wochen durchziehen können. Wir wissen, dass ein kleines Fragezeichen besteht, denn auch wir können nicht abschätzen, wie sich das Thema Corona weiterentwickelt. Wir sind nicht naiv, aber wir sind gut vorbereitet. Auf Borussia bezogen können wir festhalten: Wir haben schon vorher immer nach dem Grundsatz gehandelt, dass wir nur ausgeben, was wir auch einnehmen. Wir müssen einfach abwarten, wie sich die Einnahmeseite durch den weiteren Saisonverlauf verändert. Dann entscheiden wir, was wir tun können und was nicht. Stand heute haben wir jedenfalls einen Kader, mit dem wir hochzufrieden sind. Wir hätten keine Sorgen, wenn wir mit diesem Kader auch in die neue Saison gehen würden; auch unter Berücksichtigung, dass der eine oder andere Vertrag ausläuft“, so Eberl.

Die Gladbacher müssen im Zweifel noch den einen oder anderen Vertrag verlängern doch zunächst einmal geht es darum, die Saison sportlich zufriedenstellen zu Ende zu bringen. Niemand weiß genau, wie es weitergehen wird, denn Fälle wie bspw. die Quarantäne für Dresden können entscheidend dazwischenkommen, auch in der Bundesliga. Derweil gab es noch gute Nachrichten vom frisch operierten Denis Zakaria: „Die OP ist gut verlaufen. Es war gut, dass man sich für einen Eingriff entschieden hat. Denis läuft auf Krücken bereits wieder durch den Borussia-Park. Die genaue Ausfallzeit können wir nicht genau beziffern, wir hoffen aber, dass es die vier bis sechs Wochen werden, von denen zuletzt die Rede war“, so Eberl, der vor der hohen Belastung in den kommenden Wochen das Verletzungsproblem bei seinen Schützlingen minimieren will. Unter anderem befürwortet er dabei die Regel, dass pro Spiel insgesamt 5 Wechsel vorgenommen werden können.

 

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