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Dortmund: Owomoyela zieht Bilanz

Insgesamt 156 Bundesliga-Spiele machte Patrick Owomoyela für seine Vereine Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund und den SV Werder Bremen. Keine Frage, den größten Erfolg hatte er mit seinem Trainer Jürgen Klopp bei den Dortmundern. Mittlerweile ist der ehemalige Markenbotschafter der Borussen und sprach nun über den Vergleich zwischen der Double-Mannschaft von 2012 und dem aktuellen Kader.

„Die Mannschaft damals ist über Jahre zusammengewachsen. Die entscheidenden Positionen waren über drei, vier Jahre immer dabei. Das war eine gute Mischung: sehr viele erfahrene Spieler dabei, auch ein paar junge Wilde“, so Owomoyela im neuen „kicker meets DAZN“-Podcast und erinnert sich daran, was das Team damals so stark gemacht hat: „Wir hatten Qualitäten, die nicht nur rein mit dem Sportlichen auf dem Rasen zu tun hatten.“ Der mittlerweile 40-Jährige sprach dabei von mannschaftliche Geschlossenheit, Teamgeist und der Einstellung, für den Mitspieler jeden Meter zu machen.

„Wir waren damals mindestens einmal die Woche in einem großen Kreis zusammen essen und waren am Wochenende zusammen feiern. Damals hatten wir nur uns Raufbolde und waren wirklich rund um die Uhr mehr oder weniger zusammen, zumindest in größeren Gruppen. Nicht wegen Grüppchenbildung, sondern weil wir uns alle so mochten und weil wir keine besseren Leute zum Abhängen hatten“, so Owo, der dies heute etwas vermisst. Natürlich kann er auch verstehen, dass viele möglichst schnell zu ihren Familien wollen, was damals weniger der Fall war: „Man merkt dann schon, wenn die Mannschaft nicht das Einzige und Allerwichtigste ist.“

Auch die Struktur der Profis hat sich verändert, denn durch die professionellere Herangehensweise bei den Profis aber auch schon in der Jugend führt dazu, dass die Kicker noch früher den Sprung nach oben schaffen können, wie man es z.B. bei Erling Haaland beobachten kann, oder auch bei einem Sancho, die noch keine 20 Jahre alt waren, als die ersten Unsummen für sie im Raum standen. Owomoyela tut sich also etwas schwer, die heutige Mannschaft mit der von 2012 zu vergleichen: „In den Füßen sind die doppelt so gut wie wir es damals waren aber manchmal vermisse ich so ein bisschen, dass alle an derselben Schnur ziehen. Man merkt schon, dass viele internationale Spieler dabei sind, die eben vielleicht auch manchmal auf der Durchreise sind. Das kann am Ende dazu führen, dass man nicht ganz so geschlossen ist.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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