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Bayern: Hoeneß über Corona und Fußball

Uli Hoeneß ist wie die meisten seiner Kollegen kein großer Freund von Geisterspielen, denkt aber auch, dass sie aufgrund der wirtschaftlichen Lage ein absolutes Muss sind. Zudem hat er sich bereits so geäußert, dass er eine frei empfangbare Bundesliga-Konferenz für alle als gute Idee empfindet, da der Fußball in diesen Tagen helfen kann. Auch fand der ehemalige Präsident der Bayern lobende Worte für die Politik und die DFL.

Obwohl er nicht mehr offiziell im Amt ist, hat Uli Hoeneß das Fußballgeschehen auch während der Pandemie weiterhin fest im Blick. So hat er auch eine allgemeine Meinung zur Krise an sich und zu den getroffenen Vorsichtsmaßnahmen: „Ich finde, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sowie Gesundheitsminister Jens Spahn einen sensationellen Job machen. Die Meinung dieser Gruppe teile ich komplett, mit ihrer zurückhaltenden Politik kann ich mich total identifizieren“, so Hoeneß, der sich zudem auch klar dafür ausspricht, nicht zu viele Lockerungen auf einmal zu genehmigen, da für ihn die Menschenleben immer Vorrang haben sollten.

Dass der Virus natürlich auch Auswirkungen auf seinen geliebten Fußball hat, braucht der ehemalige Präsident dabei nicht noch einmal zu untermauern. Zu den womöglich bevorstehenden Geisterspielen hat jeder seine eigene Meinung, so natürlich auch Hoeneß: „Grundsätzlich halte ich Geisterspiele für fragwürdig; doch angesichts der wirtschaftlichen Lage einiger Vereine sind sie lebensnotwendig und bedingungslos. Bei der DFL wird in dieser Krisensituation sehr gut gearbeitet, wie gerade die Verhandlungen mit Sky zeigen: Damit wurde die notwendige Liquidität für einige Vereine geschaffen“, so Hoeneß, der sich auch für mehr Fußball im Free-TV in der ARD und im ZDF ausspricht: „Ich finde diese Idee von Willi Lemke sehr gut, weil damit die Versorgung noch flächendeckender erfolgen könnte – bei Sky ist eine unverschlüsselte Ausstrahlung allerdings auch möglich – und sich Fußballfans nicht in einem Wohnzimmer zusammenscharen müssten. Die Ansteckungsgefahr mit dem Virus würde damit gemindert.“

Fakt ist aber auch, dass die Öffentlich-Rechtlichen dann für die Übertragungen entsprechend bezahlen müssten. Sky gibt immerhin sehr viel Geld für die Rechte aus und kann nicht wollten, dass ARD und ZDF auf den fahrenden Zug aufspringen. „Wenn die Öffentlich-Rechtlichen ihrem Staatsauftrag gerecht werden und die Bürgerinnen und Bürger tatsächlich für ihre Gebühren entsprechend unterhalten wollen, müssen sie sich an einer breiteren Übertragung des Fußballs in dieser Ausnahmesituation beteiligen und Sky entsprechend entschädigen“, so Hoeneß.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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