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Mainz: Schröder zur aktuellen Lage

Rouven Schröder hat es als Sportvorstand der Mainzer in diesen Tagen nichgt gerade leucht. Er sprach nun über die aktuelle Lage in Sachen Transfermarkt und Corona, über entsprechende Probleme, Hindernisse aber auch neue Modelle und Transferfristen. Daraus leiten sich natürlich auch gewisse Entwicklungen auf dem nationalen und dem internationalen Markt ab, auf die der 44-Jährige genauer einging.

Die Mainzer sind einer der viele Clubs in der Bundesliga, die aktuell mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Müssen sie in der Folge ggf. nun wichtige Spieler verkaufen, um weiterhin solvent bleiben zu können? „Die grundsätzliche Frage ist, wann es mit dem Fußball wieder losgeht und wann die Spielzeiten enden werden. Daran angrenzend müsste das Transferfenster gebaut werden, immer unter Berücksichtigung der unterschiedlichen zeitlichen Entwicklungen in den TOP-5-Ligen in Europa“, so Schröder, der sich auch zu den verschiedenen Möglichkeiten äußerte, die es in Zukunft geben könnte: „Von der FIFA gibt es unter anderem die Empfehlung, dass das Transferfenster für maximal 16 Wochen offen bleiben soll. Von anderer Stelle wurde die Idee für ein durchgehendes Transferfenster, zum Beispiel vom 1. Juli bis zum 31. Januar, eingebracht. Eine derart lange Transferzeit halte ich für vollkommen falsch und für die Klubs nicht umsetzbar, weil ein Spieler jederzeit wechseln könnte, wir permanent Unruhe hätten und auch Verzerrungen im laufenden Wettbewerb möglich wären. Und zu guter Letzt kam ein Vorschlag, womöglich drei Transferfenster zu installieren. An den verschiedenen Ideen merkt man: Alles ist in Bewegung, alle suchen aus ihrer Perspektive passende Lösungen. Jeder sucht eine passende Struktur und geht potenzielle Szenarien durch. Aus der allgemeinen Unklarheit resultieren irgendwelche Ideen, die aber nicht immer praktikabel sind. Aus meiner Sicht reichen zwei Transferperioden aus, sie müssten aber zeitlich an die aktuellen Entwicklungen und die Bedürfnisse der großen Ligen angepasst werden.“

Bei den Mainzern fragt man sich derweil in erster Linie, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, denn daraus würden sich auch gewisse Gelder generieren lassen. Doch auch in Sachen Transfers bleibt es spannend. So gehen viele davon aus, dass die Premier Leauge als finanzstarke Liga auch nach dieser Krise wieder zuschlagen wird. Der Markt würde davon sicherlich profitieren, nachdem es vor allem Klubs in Spanien und Italien hart getroffen hat. Es wird sich aber erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen, wie diese Entwicklung voranschreiten wird.

Die 05er wollen nun in aller Ruhe das eigene Budget aufstellen und sehen, welche Mittel nach den Verlusten zur Verfügung stehen. Anschließend werden die entsprechenden Marktwerte von interessanten Spielern sondiert. Womöglich könnten Leihgeschäfte ein wichtiger Faktor werden“, so Schröder, laut dem die Transferbemühungen der Mainzer aktuell auf Eis liegen, da sich die Situation noch nicht planen lässt. Bei der Suche nach neuen Spielern fokussieren die Scouts sich derzeit auf Videomaterial von Spielen, die bis zum März noch gelaufen sind.

In diesen Tagen wird oftmals auch klar, dass viele Vereine mit ihren Einnahmen sehr großzügig umgehen, da schon sehr schnell von möglichen Insolvenzen berichtet wurde. „Ich kann nur für Mainz 05 sprechen. Wir haben immer sehr seriös, vorsichtig und konservativ gewirtschaftet. Aktuell befinden wir uns in einer Ausnahmesituation, die niemand einkalkulieren konnte, auch nicht in Wirtschaftsbereichen außerhalb des Fußballs. Eine Pandemie und ihre Auswirkungen kann man nicht planen und nicht versichern“, so Schröder im Hinblick auf seinen Klub, woraus sich auch ableitet, dass die 05er nach der Krise nicht viel ändern werden wollen und können: „Wir in Mainz werden unseren Weg des konservativen Wirtschaftens genauso weitergehen wie bisher, dabei wahrscheinlich das Thema Rücklagen noch mehr in den Fokus nehmen. Die Erfahrung dieser Pandemie kann dem Fußball helfen, sich für künftige derartige Ereignisse ein wenig besser vorzubereiten, auch wenn dies nicht planbar ist.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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