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Freiburg: Koch vor Wechsel

Robin Koch hat in den letzten Jahren eine steile Karriere hingelegt. Vom Regionalliga- zum Nationalspieler in kurzer Zeit. Vor allem beim SC Freiburg konnte er sich seit 2017 ganz hervorragend entwickeln. Nach dieser Saison will er nun den nächsten Schritt nehmen. Die Freiburger können nur noch in diesem Sommer eine Ablöse für ihr Talent bekommen und müssen dementsprechend agieren. Fakt ist schon jetzt, dass es ein spannender Sommer wird.

Am Gründonnerstag ging Robin Koch noch einkaufen, allerdings nicht für sich selbst sondern für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen, die Risikogruppe in der aktuellen Corona-Pandemie. Die Freiburger Malteser betreibt hier einen kostenlosen Einkaufsservice in Supermärkten und Apotheken, bei dem Koch sich mit einbrachte, die Einkäufe vor der Tür ablieferte und sich mit den Empfängern noch kurz unterhielt. „Jeder kann helfen, jede noch so kleine Geste zählt. Mein größter Respekt an alle Helfer in Deutschland. Eure derzeitige Arbeit ist unbezahlbar“, so der Sport-Club-Profi über eine Aktion bei Twitter. Dem gerade einmal 23-Jährigen nimmt man sofort ab, dass er den Ernst der Lage erkannt hat und dem Fußball derzeit nicht die größte Aufmerksamkeit widmet.

Koch ist ein ruhiger und bodenständiger Typ, der lange noch bei Eintracht Trier fernab der Bundesliga gekickt und eine Lehre zum Industriekaufmann absolviert hat. Letztendlich führte sein Weg über die Regionalliga zum damaligen Zweitligisten Kaiserslautern, mit dem sein Vater Harry 1997/98 deutscher Meister werden konnte. Mit 21 Jahren dann der Spring in die Bundesliga. Kurze Zeit später wurde er im Oktober letzten Jahres für die Nationalmannschaft nominiert und zeigte bei seinem ersten Spiel gegen Argentinien direkt eine erstklassige Leistung, nachdem er von Jogi Löw in die Startformation berufen wurde.

Kein Wunder, dass im Januar unter anderem auch RB Leipzig schon an ihm interessiert waren, doch die Freiburger wollten eine ihrer großen Stützen nicht im Laufe einer Saison verlieren. Andere Spieler hätten ihrem Frust Raum verschafft, doch Koch agierte ganz gelassen, ohne Murren und Meckern, konzentrierte sich weiter voll auf Freiburg. „Das klären erstmal die Vereine unter sich. Ich war auf meine Aufgaben beim SC konzentriert, ich fühle mich hier sehr wohl. Das Thema ist also weitgehend an mir vorbeigegangen“, erzählte der gelernte Innenverteidiger. Aus internen Kreisen hört man, dass er sich wirklich nicht anders verhalten hat. Doch wie wird das nun alles nach dieser Saison aussehen, falls diese in diesem Sommer noch beendet werden kann?

Kochs Weg ist klar, er will den nächsten Schritt machen und am liebsten zu einem Klub wechseln, der in der Champions League spielt. Könnte Leipzig wieder ein Thema werden? Diese wollen zunächst ihr Talent Dayot Upamecano halten. Der Franzose könnte für festgeschriebene 60 Millionen Euro wechseln, doch zahlt ein Klub nach der Corona-Krise diese Summer für das Talent? Hinzu kommt auch noch, dass hinter Kapitän Willi Orban noch ein Fragezeichen steht. Neben weiterem Interesse aus der Bundesliga sollen auch Benfica Lissabon und Neapel bereits angeklopft haben. Bei den Freiburgern hat er noch einen Vertrag bis 2021, also müsste der SC in diesem Sommer reagieren, wenn man noch eine Ablösesumme kassieren will. Sportvorstand Jochen Saier hat aber bereits klar gemacht, dass die Ablösesumme trotzdem den eigenen Erwartungen entsprechen sollte. Unter 10 Millionen wird man nicht akzeptieren.

 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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