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Nuri Sahin: Über Madrid nach Bremen

Nuri Sahin ist einer der ganz alten Hasen in der Bundesliga. Ein besonderer Einschnitt in seiner Karriere war der Wechsel von Dortmund zu Real Madrid. Der Mittelfeldspieler, der sich mittlerweile bei den Bremern sehr wohl fühlt, hat sich nun im Podcasts „kicker meets DAZN“ über seine Zeit bei den Königlichen geäußert.

Eigentlich hätte es nicht viel schlechter laufen können, denn kaum war Sahin damals bei Madrid angekommen, verletzte er sich schon im Training und verpasste die komplette Vorbereitung. Der damals 22-Jährige musste insgesamt einen ganzen Monat aufgrund einer Knieverletzung pausieren. In der Folge hat er es nie geschafft, sich in Madrid zu etablieren. Ein Jahr später war das Abenteuer Weltverein für ihn schon wieder gelaufen, obwohl er zuvor einen Vertrag über 6 Jahre unterschrieben hatte. 

Wie bewertet er im Nachhinein nun seinen Wechsel in die spanische Hauptstadt? War es trotzdem die richtige Entscheidung? „Ja“, so Sahin, „weil es immer in meinem Kopf geblieben wäre: Was wäre wenn?“ Natürlich will auch er nicht verleugnen, dass er sich bei einem Vertrag über 6 Jahre deutlich mehr versprochen hat, unter anderem „einmal die Champions League zu gewinnen. Das war ja auch der Grund, warum ich dorthin gewechselt bin.“

Im Podcast spricht Sahin unter anderem auch darüber, wie schwierig die aktuelle Saison bei den Bremern ist, aber auch, was Jürgen Klopp als Trainer so besonders macht. Bei Real Madrid hat unter anderem auch das Trikot für einen Wechsel gesprochen, denn im Februar 2003 war Sahin Balljunge, als Real in Dortmund zum Champions-League-Gruppenspiel antrat. Damals hat er das Trikot aus der Nähe gesehen und dann auch noch die dazugehörigen Helden seiner Kindheit wie Zinedine Zidane, Ronaldo und Roberto Carlos. Vor allem einen Diagonalball des Linksverteidigers hat er noch immer in seinem Kopf, der genau auf der Brust von Luis Figo landete. „Er hat den runtergeholt mit seinen Nike-Schuhen und mit so einer Eleganz. Da hat es mich einfach gepackt“, so Sahin. 

Sahin hatte auch den Traum, mit den Dortmundern Meister zu werden. Hätte er aber nicht den Traum gehabt, für Real zu spielen, wäre der Wechsel nicht zustande gekommen: „Ich hatte sehr viele andere Angebote in dem Jahr, aber für mich kam nur dieser eine Verein in Frage. Ich habe zu meinem Berater gesagt: ‚Wenn die kommen, können wir reden‘. Für alles andere werde ich Dortmund nicht aufgeben.“

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