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Hertha Klünter über die Quarantäne

In den letzten beiden Wochen mussten die Profis von Hertha BSC noch zuhause trainieren. Darunter natürlich auch Lukas Klünter, der wie der Rest des Teams in Quarantäne bleiben musste. Der Rechtsverteidiger hat sich während dieser Zeit aber nicht nur sportlich betätigt. 

Klünter kommt im Fußball eher über die dynamische Seite mit viel Schnelligkeit, ist nun aber etwas kreativ geworden. „Ich habe angefangen, ein bisschen zu malen“, so Klünter im Rahmen einer Medienrunde via Skype am Donnerstag über sein neues Hobby, das er aber wohl schon etwas länger ausübt: „Malen ist schon ein längeres Hobby von mir. Es lässt einen runterkommen. Meine Mutter hat schon angemerkt, ob ich eins für sie machen kann“, so der 23-Jährige, der sich durchaus vorstellen könnte, seine Werke für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen. Dennoch ist er froh, wenn die Quarantäne endlich ein Ende hat: „Ich bin erstmal einkaufen gegangen“, so der Kicker über seine erste Aktivität, als er die Wohnung endlich wieder verlassen durfte. 

Vor allem freut er sich natürlich darüber, dass er nicht nur noch in den eigenen 4 Wänden seine Fitnessübungen alleine absolvieren muss. „Ich habe vor meiner Tür einen Park, der ist auch nicht ganz so klein“, so der Verteidiger über seine Lieblingsstrecke, wo er sein Lauftraining absolviert. Dabei kann man schon von einem verschärften Training reden, das die Hertha seinen Profis vorgeschrieben hat: „Die Umfänge sind sehr intensiv, der Fitnesstrainer hat sich einiges ausgedacht. Die Beine brennen jetzt schon sehr stark.“ Klünter kam 2018 von Köln nach Berlin, schaffte aber nach einer eher enttäuschenden ersten Saison jetzt den Sprung in die Startformation. In der Liga stand er bisher in 20 Spielen von Beginn an auf dem Feld. Er selbst geht davon aus, dass die Saison im Mai mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann und wird: „Ich stelle mich darauf ein, dass es dann weitergeht“, sagt er, obwohl weitere Corona-Fälle in der Bundesliga natürlich auch weitere Probleme bedeuten würden: „Sich erstmal ein Datum zu setzen, finde ich keine gar keine falsche Idee. Den Versuch, wieder anzufangen und den Leuten ein bisschen Normalität nach Hause zu bringen, sollte man wagen.“

Dennoch wird es selbst wenn gespielt wird, alles andere als normal werden. Vor allem, wenn dabei die Ränge leer bleiben. Aufgrund der Situation ist es für ihn auch selbstverständlich, dass er zusammen mit seinen Kollegen zum Wohle aller Hertha-Mitarbeiter auf etwas Gehalt verzichtet: „Es ist für mich eine selbstverständliche Sache, allen Beteiligten in der Situation zu helfen. Wir sind in der Lage, dass wir das machen können. Wir wissen das zu schätzen.“ Klünters Fokus liegt nun darauf, möglichst schnell wieder an seine Match-Fitness heranzukommen, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein: „Während der Pause haben wir versucht zu unterbinden, dass wir in einen Urlaubsmodus kommen. Wir waren von Anfang an darauf aus, die Fitness zu halten. Ich hoffe, dass wir nächster Zeit wieder in kleinen Gruppen auf den Platz dürfen. In zwei Wochen sollten wir wieder spielbereit sein“, sagt Herthas Nummer 13, der sogar in Aussicht stellt, dass die Pause der bis dahin durch die Saison taumelnden Hertha ggf. Sogar gut getan haben könnte: „Meine Meinung ist, dass uns das vielleicht in die Karten spielt. Man hatte die Zeit, ein bisschen runterzukommen“, so Klünter, „vielleicht hilft uns das weiter, mit einem neuen Impuls in die restliche Saison zu starten und Punkte zu holen. Wenn wir es schaffen, unsere Leistung, die wir eigentlich drauf haben, zu präsentieren, bin ich sicher, dass wir unten nichts zu tun haben.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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